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Kategorie: Grundlagen

KI im Unterricht: Der praktische Einstieg für Lehrkräfte ohne Vorkenntnisse

Lesedauer 9 Minuten
Inhalt

Die Glocke klingelt – und du sitzt im Lehrerzimmer. Auf dem Tisch liegt ein Artikel über ChatGPT, auf deinem Handy eine Benachrichtigung über ein neues KI-Tool. Alle sprechen darüber. Manche Kollegen nutzen es schon. Und du denkst: „KI im Unterricht? Klingt kompliziert. Ich verstehe nicht mal, wie das funktioniert. Kann ich das wirklich nutzen?“

Die gute Nachricht: KI im Unterricht ist nicht kompliziert – und du brauchst dafür keine Vorkenntnisse.

Tatsächlich nutzen bereits Tausende Lehrkräfte in Deutschland KI-Tools wie ChatGPT, um Elternbriefe schneller zu schreiben, Arbeitsblätter zu generieren oder Unterrichtsstunden zu planen. Nicht um Schüler zu ersetzen, sondern um selbst weniger Zeit in Verwaltung zu investieren – und mehr Zeit für echten Unterricht zu haben.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie KI im Unterricht konkret funktioniert, welche Tools es gibt, wie du sicher anfängst und welche praktischen Anwendungen sofort möglich sind. Keine Theorie, keine Angst – nur praktische Schritte, die du heute noch umsetzen kannst.

1. Was ist KI im Unterricht wirklich?

Viele Lehrkräfte denken bei KI im Unterricht sofort an Sci-Fi: Roboter im Klassenzimmer, Schüler sprechen nur noch mit Maschinen, der Unterricht wird völlig digitalisiert.

Das ist nicht, wovon wir hier sprechen.

KI im Unterricht bedeutet in der Realität: Du nutzt intelligente Tools, um deine Arbeit zu erleichtern. Punkt.

Konkrete Beispiele für KI im Unterricht:

  • Elternbrief schreiben: Du sagst der KI „Schreib einen Elternbrief über unser Schulausflug, warm, kurz, 5 Sätze“ → Fertig in 30 Sekunden (statt 15 Minuten)
  • Arbeitsblätter erstellen: Du fragst KI „Gib mir 10 Mathe-Aufgaben für Klasse 5 zum Thema Bruchrechnung, 3 Schwierigkeitsstufen“ → Instant Ergebnis
  • Stundenvorbereitung: Du fragst „Erstelle einen Stundenablauf für 45 Min Englisch-Unterricht, Thema Restaurant, mit Differenzierung“ → Die KI liefert eine komplette Gliederung
  • Schüler-Fragen beantworten: Ein Schüler fragt dich was Kompliziertes. Du stellst die gleiche Frage der KI, verstehst die Antwort besser – und erklärst es dann den Schülern

Das ist KI im Unterricht: Ein intelligenter Assistent, der dir stupide, zeitraubende Aufgaben abnimmt.

Wichtig: Wo KI im Unterricht NICHT deine Rolle ersetzt

  • Beziehung zu Schülern aufbauen ❌
  • Pädagogische Entscheidungen treffen ❌
  • Schüler motivieren ❌
  • Kreative Unterrichtsmethoden designen ❌ (Okay, KI kann hier brainstormen, aber nur als Assistent)

KI im Unterricht ist nicht der Feind. KI im Unterricht ist dein Werkzeug – wie Word oder PowerPoint, nur intelligenter.


2. Warum ist KI im Unterricht für dich relevant – und nicht nur für Tech-Nerds?

Hier eine ehrliche Statistik: Deutsche Lehrkräfte geben durchschnittlich 17–25 Stunden pro Woche außerhalb des Unterrichts für Planung, Korrektur und Verwaltung aus.

Das ist JEDE Woche. Unbezahlt.

KI im Unterricht könnte 3–5 dieser Stunden sparen.

Warum ist KI im Unterricht JETZT relevant?

Grund 1: Schüler nutzen KI längst

Ob du KI im Unterricht einsetzt oder nicht – deine Schüler machen es bereits. 60–70 % der Schüler ab Klasse 7 nutzen ChatGPT regelmäßig (TU Darmstadt, 2024). Die Frage ist nicht „Sollen Schüler KI nutzen?“, sondern „Wie lehren wir einen verantwortungsvollen Umgang?“

Grund 2: Kolleg:innen nutzen es schon

Wenn nicht du, dann andere Lehrkräfte. Und diejenigen, die KI im Unterricht nutzen, sparen Zeit und Stress ein. Das ist ein Vorteil, den du nicht ignorieren solltest.

Grund 3: Die Lernmotivation steigt

Mit KI im Unterricht kannst du schneller differenzieren, schneller individualisieren, schneller auf Schülerfragen eingehen. Das macht Unterricht besser.

Grund 4: Es ist einfacher als du denkst

Du brauchst kein Informatik-Studium. Du brauchst nur Google, ChatGPT und 10 Minuten Muße. Das war’s.


3. Die beliebtesten KI-Tools für Lehrkräfte (und wie du wählst)

Es gibt dutzende KI-Tools. Welche brauchst du wirklich für KI im Unterricht?

Für den Einstieg: Exakt eine. Mehr nicht.

Die Top 3 für KI im Unterricht (für Anfänger)

ToolKostenlos?Best fürEinstieg
ChatGPTJa (kostenlose Version)Texte, Fragen, Brainstorming⭐⭐⭐⭐⭐ Easiest
Google GeminiJaÄhnlich wie ChatGPT, kostenlos, einfach⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr einfach
FobizzTeilweise (für Schulen)Unterrichtstools speziell für Lehrkräfte⭐⭐⭐⭐ Schulspezifisch

Meine Empfehlung für deinen Anfang mit KI im Unterricht: Starte mit ChatGPT kostenlos.

Warum? Weil es am weitesten verbreitet ist, tausende Tutorials gibt und fast alle Lehrkräfte es nutzen. Du wirst schnell Kolleg:innen finden, die dir helfen können.

Falls du mehr über die Unterschiede zwischen Tools wissen möchtest: Schau dir unseren Vergleich ChatGPT vs. Claude vs. Gemini an – dort erklären wir die Nuances genauer.

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4. 5 konkrete Anwendungsszenarien: KI im Unterricht in der Praxis

Szenario 1: Der Elternbrief (10 Minuten statt 45 Minuten)

Das Problem: Du musst einen Elternbrief über das Schulprojekt schreiben. Normalerweise: Recherche, Gedanken sammeln, schreiben, überarbeiten, nochmal Überarbeiten. 45 Minuten weg.

Mit KI im Unterricht:

  1. Du öffnest ChatGPT
  2. Du schreibst: „Schreib einen freundlichen Elternbrief unserer Schule. Thema: Projektfahrt nach Berlin, 5 Tage, Kosten 250€, Abfahrt Montag 7 Uhr. Wichtig: Warm, nicht zu lang, kurz die Lernziele erklären. Tone: Professionell aber nahbar.“
  3. ChatGPT liefert in 10 Sekunden einen fertigen Brief
  4. Du liest über, änderst 2–3 Sätze (wird persönlicher)
  5. Fertig. 10 Minuten Gesamtzeit.

Das ist KI im Unterricht bei der Arbeit.

Szenario 2: Differenziertes Arbeitsblatt (20 Min statt 1,5 Std)

Das Problem: Du brauchst Mathe-Aufgaben für deine Klasse. Aber 5 Schüler sind schwächer, 5 besser, 15 mittelmäßig. Du müsstest 3 verschiedene Arbeitsblätter erstellen. Unmöglich zeitlich.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle 10 Mathe-Aufgaben zum Thema Prozentrechnung. 3 Schwierigkeitsstufen: Level 1 (einfach), Level 2 (mittel), Level 3 (schwierig). Pro Stufe 4 Aufgaben. Zielgruppe Klasse 8.“
  2. ChatGPT liefert alle 12 Aufgaben in 20 Sekunden
  3. Du druckst aus, schneidest auf 3 Blätter auf
  4. Alle Schüler arbeiten an dem gleichen Thema, jeder in seinem Tempo. Fertig.

Das erspart dir über 1 Stunde Zeit und ist pädagogisch sauberer.

Szenario 3: Schülerfragen beantworten (schneller erklären)

Ein Schüler fragt dich: „Herr Meyer, warum ist das Skalarprodukt wichtig? Wir rechnen ja nie damit im echten Leben.“

Mit KI im Unterricht, um besser zu erklären:

  1. Du nimmst schnell dein Handy
  2. „ChatGPT, ein Schüler fragt warum Skalarprodukte wichtig sind. Gib mir 2–3 praktische Alltags-Beispiele, die Schüler verstehen (nicht nur Physik)“
  3. ChatGPT liefert dir in 10 Sekunden gute Beispiele (Videospiele, Navigation, Technik)
  4. Du erklärst dem Schüler viel besser und überzeugender

Das macht dich als Lehrer besser – du kannst schneller bessere Erklärungen liefern.

Szenario 4: Stundenplanung (statt 2 Std nur 20 Min)

Das Problem: Du unterrichtest ein neues Thema nächste Woche und willst eine gute Stundenvorbereitung.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle einen 45-Min-Stundenablauf für Klasse 7 Englisch. Thema: Past Tense. Schüler haben Vorkenntnisse. Ich möchte: Einstieg (5 min), Erarbeitung (20 min), Übung (15 min), Sicherung (5 min). Mit konkreten Aktivitäten.“
  2. KI liefert einen kompletten, realistischen Stundenablauf in 30 Sekunden
  3. Du überprüfst, passt an, druckst aus
  4. Fertig in 20 Minuten Gesamtzeit

Szenario 5: Schnelle Material-Recherche (statt 20 Min nur 2 Min)

Du brauchst schnell 5 interaktive Aufgaben zum Thema Klimawandel.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Gib mir 5 interaktive Aufgaben für Klasse 9 zum Thema Klimawandel. Sollte Gruppenarbeit sein, Dauer je 10 Minuten.“
  2. KI liefert sofort 5 konkrete Aufgaben
  3. Du nutzt sie direkt im Unterricht

Das funktioniert besser und schneller als Google zu bemühen.


5. Dein erster Tag: KI im Unterricht Schritt für Schritt ausprobieren

Phase 1: Account erstellen (5 Minuten)

  1. Öffne openai.com (kostenlos)
  2. Klicke „Sign Up“
  3. E-Mail-Adresse eingeben (nicht unbedingt deine Schulmail, wenn du datenschutzbewusst sein möchtest)
  4. Passwort setzen
  5. Fertig. Du hast einen ChatGPT-Account.

Kosten: 0 €

Phase 2: Erste einfache Frage (5 Minuten)

Schreib ChatGPT eine einfache Frage:

„Schreib eine kurze, freundliche Email an einen Schüler, der häufig zu spät zu meiner Mathe-Stunde kommt. Ich möchte sachlich bleiben, aber auch verstehen, ob alles okay ist. Nicht zu lang.“

Beobachte, was ChatGPT antwortet. Die Antwort wird gut sein. Wirklich.

Phase 3: Antwort editieren (2 Minuten)

ChatGPT wird eine nette Email schreiben. Du wirst wahrscheinlich denken: „Hm, das ist gut, aber zu formal“ oder „Das passt nicht ganz zu meinem Stil.“

Kein Problem. Schreib einfach:

„Das ist gut, aber mach es etwas weniger formal. Füg einen persönlicheren Satz ein am Ende, nach meinem Namen.“

ChatGPT bearbeitet sofort nach deinen Wünschen.

Phase 4: Nutzen (1 Minute)

Kopiere den Text, schreib die Email, sende sie ab. Fertig.

Gesamtzeit für diese komplette Email mit Überlegungen: 10 Minuten

Normalerweise: 25 Minuten

Das ist KI im Unterricht.


6. KI im Unterricht: Sicherheit, Datenschutz und rechtliche Fragen

Jetzt die wichtige Frage, die viele haben: Darf ich ChatGPT in der Schule nutzen? Was ist mit Datenschutz?

Die rechtliche Situation (Stand Dezember 2025)

Gute Nachricht: Es ist nicht verboten. Es ist auch nicht unklar. Die Lage ist tatsächlich relativ klar:

  • ✅ ChatGPT kostenlos privat nutzen: Okay
  • ✅ Mit der kostenlosen Version arbeiten: Okay
  • ✅ Arbeitsblätter generieren: Okay
  • ⚠️ Schülerdaten eingeben: NICHT okay
  • ⚠️ Namen von Schülern nennen: NICHT okay
  • ⚠️ Schulmail nutzen zum Registrieren: Frag deine Schulleitung

Praktische Faustregel für KI im Unterricht:

Gib der KI keine echten Namen, keine echten Daten von Schülern/Klassen ein. Alles andere ist okay.

❌ FALSCH: „Max hat ein Verhaltensproblem. Schreib einen Elternbrief über Max.“

✅ RICHTIG: „Schreib einen Elternbrief über ein Verhaltensproblem eines Schülers.“

Datenschutz: Sichere Nutzung von KI im Unterricht

  1. Keine echten Namen: Schreib „ein Schüler“ statt „Max Meyer“
  2. Keine Schuldaten: „Eine Schulfahrt nach Berlin“ statt „Einweihungsfahrt Gymnasium X“
  3. Keine Schülerdaten: Keine Noten, keine Adressen, keine besonderen Informationen
  4. Kostenlose Version okay: Die kostenlose ChatGPT speichert deine Daten nicht für Training (seit 2025 Standard)

Wenn deine Schule spezifische KI-Tools vorgibt (wie Fobizz oder Schuldig): Nutze die lieber, die sind speziell datenschutzgeprüft.

Wenn du unsicher bist: Frag deine Schulleitung oder den Datenschutzbeauftragten. Die freuen sich normalerweise, dass Lehrkräfte sich damit beschäftigen.


7. Häufige Fehler vermeiden – das solltest du über KI im Unterricht wissen

Fehler 1: Du gibst KI-Texte 1:1 an Schüler

Falsch: KI generiert ein Arbeitsblatt → Du druckst es sofort aus

Richtig: KI generiert Idee → Du prüfst, überarbeitest, machst es persönlich

Die beste KI im Unterricht ist KI, die deine Arbeit unterstützt, nicht ersetzt.

Fehler 2: Du vertraust KI blind

KI kann falsche Informationen erfinden (genannt „Halluzinationen“). Besonders bei Fachfragen solltest du überprüfen.

Beispiel: „Wer war der erste Kanzler Deutschlands?“ ← Darauf antwortet KI zuverlässig.

Aber: „Nennen Sie alle Experimente von Pasteur zu Gärung“ ← Hier kann KI erfundene „Experimente“ nennen.

Faustregel: Vertrau KI bei Fakten nicht blind. Überprüfe bei wichtigen Themen.

Fehler 3: Du nutzt KI nur für Verwaltung

Viele denken: „KI im Unterricht ist nur für Elternbriefe und Arbeitsblätter.“

Nein. KI kann auch:

  • Schülerfragen beantworten (Lernunterstützung)
  • Diskussionsfragen generieren
  • Differenzierungs-Ideen liefern
  • Feedback-Vorschläge machen

Der beste KI-Unterricht nutzt KI zur echten Unterrichtsqualität, nicht nur zur Admin-Ersparnis.

Fehler 4: Du machst es zu kompliziert

Viele Lehrkräfte denken: „Ich muss perfekte Prompts schreiben, sonst geht es nicht.“

Quatsch. Diese einfachen Prompts funktionieren:

  • „Schreib einen Elternbrief“
  • „Gib mir 5 Ideen für“
  • „Erklär mir was ein X ist“
  • „Erstelle ein Arbeitsblatt zu Thema Y“

Du brauchst nicht noch einen Kurs zu „Prompt Engineering“. Einfach ausprobieren.


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8. FAQ: KI im Unterricht – deine Fragen beantwortet

F: Ersetzt KI mich als Lehrer?

A: Nein. KI kann keine Beziehung zu Schülern aufbauen, kann nicht motivieren, kann nicht adaptiv reagieren auf Emotion. Das ist deine Aufgabe. KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz.

F: Muss ich KI im Unterricht einsetzen? Passiert mir was, wenn ich es nicht tue?

A: Nein, es ist nicht verpflichtend. Es ist eine Möglichkeit. Aber: In 3–5 Jahren wird es Standard sein. Jetzt anfangen ist smart – dann machst du weniger Fehler.

F: Ich verstehe nicht, wie KI funktioniert. Muss ich das, um KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein. Du musst nicht wissen, wie ein Auto funktioniert, um es zu fahren. Genauso mit KI. „Was es macht“ ist wichtiger als „wie es funktioniert.“

F: Ist es ethisch fragwürdig, KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein, wenn du es verantwortungsvoll nutzt. Es ist sogar pädagogisch wertvoll – Schüler sollen lernen, mit KI umzugehen, nicht sie zu ignorieren.

F: Was, wenn meine Schule KI verbietet?

A: Dann kannst du zu Hause damit experimentieren, um selbst sicherer zu werden. Und du kannst im Kollegium für eine offenere Haltung werben. Viele Schulverbote sind aus Angst, nicht aus echtem Grund.

F: ChatGPT ist doch kostenpflichtig?

A: Es gibt eine kostenlose Version, die völlig ausreicht. ChatGPT Plus (20€/Monat) ist nur für Power-User. Anfänger brauchen das nicht.

F: Welche KI im Unterricht sollte ich nehmen – ChatGPT, Gemini, Claude?

A: Für den Anfang: ChatGPT. Es ist am meisten dokumentiert. Später kannst du andere ausprobieren. Mehr dazu in unserem ChatGPT vs. Claude vs. Gemini Vergleich.

F: Wenn ich KI im Unterricht nutze, muss ich das den Schülern sagen?

A: Wenn du KI-generierte Arbeitsblätter nutzt, sollten Schüler das wissen. Offenheit ist wichtig. Du könntest sogar sagen „Das Arbeitsblatt ist von einer KI, schaut, wie es ist!“ – großartig für Medienkompetenz.


9. Dein Aktionsplan: Nächste Woche mit KI im Unterricht starten

Diese Woche (3 Stunden total)

Montag (30 Min): ChatGPT-Account erstellen (openai.com)

Dienstag (30 Min): Erste Prompts ausprobieren. Einfach spielen.

Mittwoch (30 Min): Ein echtes Problem von dir mit KI lösen. Elternbrief, Arbeitsblatt, Stundenplanung.

Donnerstag (30 Min): Eine Kollegin/einen Kollegen fragen: „Hey, nutzt ihr KI im Unterricht?“ Sich austauschen.

Freitag (30 Min): Reflexion: Was hat geklappt? Wo brauchte ich Hilfe? Wie geht’s nächste Woche weiter?

Nächste Woche (Umsetzung)

  • Ein echtes Material mit KI im Unterricht erstellen und nutzen
  • Falls du noch unsicherer bist: Unser kostenloser Ratgeber „Entspannter durch den Bildungsalltag“ hat 25 fertige Prompts für dich – einfach kopieren, nutzen, Zeit sparen.

Wenn du strukturierter lernen möchtest

Falls du tiefer in KI im Unterricht einsteigen möchtest – nicht nur Prompts, sondern echte Kompetenz:

Die Fortbildung KI-Kompetenz für Bildungsprofis bringt dir systematisch bei, wie du KI in allen Bereichen deines Schulalltags einsetzt: Planung, Unterricht, Dokumentation, Elternkommunikation. Mit Zertifikat und flexiblen Lernzeiten.


Fazit: KI im Unterricht ist dein Anfang

KI im Unterricht ist nicht die Zukunft – es ist jetzt. Und der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, ist heute.

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Du brauchst keine Angst zu haben. Du brauchst nur:

  1. Einen kostenlosen ChatGPT-Account (5 Min)
  2. Ein Problem, das KI lösen könnte (Elternbrief, Arbeitsblatt, Planung)
  3. Deine Bereitschaft, es auszuprobieren (30 Minuten)

Mehr nicht.

In 2–3 Wochen wirst du dich fragen: „Wie habe ich das vorher gemacht?“ Dann wirst du pro Woche 3–5 Stunden sparen und diese Zeit für das nutzen, was wirklich zählt: deine Schüler.

Das ist KI im Unterricht.

Transparenz: Manche Links sind Affiliate-Links. Für Dich entstehen keine Kosten, aber wir erhalten eine kleine Provision zur Unterstützung unserer Arbeit.

Wie KI den Schulalltag verändert – Wirklich (und nicht nur in der Theorie)

Lesedauer 5 Minuten

Wenn KI dein Leben als Lehrer einfacher macht – Wirklich (und nicht nur in der Theorie)

Es ist Montagmorgen, 7:30 Uhr. Du sitzt noch im Auto, checkst dein Handy, und die erste Nachricht im Schul-Chat: „Können wir heute noch Materialien für die Vertretung bereitstellen? Der Kollege ist krank.“

Du hast keine Zeit. Du hast ohnehin schon genug auf dem Zettel. Und jetzt das.

Genau in so einem Moment hilft dir KI. Nicht irgendwann. Sondern jetzt sofort.


Der ehrliche Start: Was ändert sich wirklich?

KI ist nicht kommt-noch-irgendwann-wichtig. Sie ist schon da. Und wer sie nutzt, merkt sofort: Der Alltag wird leichter.

Nicht weil sie dich als Lehrer ersetzt (das macht sie nicht). Sondern weil sie die nervigen Dinge macht, die dir Zeit kosten.

  • Arbeitsblätter in Minuten statt Stunden
  • Individualisierte Materialien für verschiedene Leistungsstufen
  • Klausuren und Tests vorbereiten – automatisch
  • Feedback automatisieren statt selbst alles korrigieren
  • Dokumentation: Die KI übernimmt die Zusammenfassung

Das ist nicht Zukunft. Das ist Dienstag nächste Woche.


Wofür lohnt sich KI wirklich im Schulalltag?

Arbeitsblätter, die Minuten statt Stunden dauern

Dein Thema: „Photosynthese, Klasse 7, drei Niveaus“

Normalerweise: Du sitzt zwei Stunden dran, schreibst, differenzierst, checkst, überarbeitest.

Mit ChatGPT: Du gibst das Thema ein → nach 30 Sekunden hast du fertige Arbeitsblätter für einfach, mittel, schwer. Du checkst kurz durch → fertig.

Die Zeit, die du sparst, gehört deinen Schülern, nicht dem Papierberg.


Klausuren & Tests, die selbst korrigieren

Eine Mathe-Klausur. 30 Schüler. Normalerweise sitzt du drei Stunden dran.

Mit KI-gestützten Korrektur-Tools (wie fobizz oder schulKI): Du lädst die digitalen Antworten hoch → die KI bewertet sie → du checkst nur noch kritische Fälle → fertig.

Nicht nur schneller. Die Bewertung ist auch objektiver.


Automatisiertes Feedback (und du machst weniger Schreibarbeit)

Ein Schüler schreibt einen Essay. Mit KI-Feedback-Tools:

  • Die KI gibt strukturiertes Feedback (Grammatik, Stil, Inhalt, Argumentation)
  • Der Schüler korrigiert selbst basierend auf dem Feedback
  • Du checkst nur noch die finale Version

Du sparst dir Stunden Korrekturarbeit. Der Schüler lernt mehr (weil er selbst korrigiert).


Individualisierte Aufgaben für heterogene Klassen

Ein Schüler hat Schwierigkeiten mit Bruchrechnung. Die Klasse arbeitet an Dezimalzahlen.

Mit KI (z.B. Diffit oder Canva): Du erstellst in 2 Minuten ein Arbeitsblatt genau auf seinem Niveau, mit verständlichen Erklärungen und einfachen Beispielen.

Das ist echte Differenzierung. Nicht als Konzept, sondern als praktische Realität.


Unterrichtsvorbereitung, die nicht dein ganzes Wochenende frisst

Du musst eine neue Unterrichtsreihe planen. Normalerweise: Recherche, Struktur überlegen, Arbeitsblätter, Tafelbilder, Hausaufgaben.

Mit KI: Du gibst das Thema ein → die KI schlägt Stundenabläufe vor → du wählst aus → anpassen → fertig.

Du brauchst nicht alles selbst zu erfinden. Du leitest nur noch.


Schülerdokumentationen schreiben (ohne dabei zu sterben)

Ein Zeugnis schreiben. Ein Halbjahresbericht. Ein Förderplan. Das kostet Zeit.

Mit KI: Du gibst die wichtigsten Punkte zu einem Schüler ein → die KI formuliert einen professionellen Text → du liest durch → fertig.

Der Text klingt besser. Du brauchst weniger Zeit. Der Schüler bekommt aussagekräftigeres Feedback.


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Die Ängste, die jeder hat (und warum sie unbegründet sind)

„KI ersetzt mich doch irgendwann?“

Nein. KI kann Arbeitsblätter schreiben, Texte korrigieren, Pläne erstellen. Sie kann nicht:

  • Mit einem Schüler sitzen, der gerade Angst vor einer Klausur hat
  • Merken, wenn etwas im Klassenklima nicht stimmt
  • Eine spontane Diskussion leiten
  • Erkennen, welcher Schüler gerade deine Aufmerksamkeit braucht
  • Eine motivierende Beziehung zu deinen Schülern aufbauen
  • Disziplin durchsetzen oder Grenzen setzen

Das sind deine Jobs. Die bleiben. Für immer.

Was sich ändert: Du machst weniger Papierkram und hast mehr Zeit für das, was wirklich zählt.


Wie du konkret startest (diese Woche, nicht irgendwann)

Schritt 1: Ein Problem auswählen (nicht alles auf einmal)

Nicht: „Ich optimiere meinen kompletten Unterricht.“

Sondern: „Ich brauch nächste Woche ein Arbeitsblatt für Klasse 9 zum Thema Weimarer Republik, drei Schwierigkeitsstufen.“

Das ist konkret. Das funktioniert.

Schritt 2: Ein Tool öffnen

Einfach ChatGPT öffnen oder Canva for Education für schöne Materialien.

Beide kostenlos. Beide funktionieren auf Deutsch.

Schritt 3: Dein Problem eingeben

"Erstelle ein Arbeitsblatt zum Thema Weimarer Republik für Klasse 9.
Schwierigkeitsstufen: einfach, mittel, schwer.
Mit Bildern und Lösungen."

Das war’s.

Schritt 4: 30 Sekunden warten

Und dann: Copy-Paste in Word oder direkt ausdrucken.

Schritt 5: Kurz checken

Passt es? Dann ab damit zu den Schülern.

Passt nicht? Sag der KI Bescheid: „Mach die Fragen noch kniffliger für die schwere Variante“ – und sie macht es.


Die wichtigsten Tools für den Einstieg

Für Arbeitsblätter & Unterrichtsideen:
ChatGPT (kostenlos) – Der Allrounder, einfach zu bedienen

Für schöne Materialien & Design:
Canva for Education (kostenlos für Lehrer) – Professionelle Designs ohne Design-Kenntnisse

Für DSGVO-sicheres Arbeiten mit Schülerdaten:
fobizz (kostenlos Basis) – Speziell für deutsche Schulen, mit EU-Servern

Für Differenzierung & verschiedene Textlevel:
Diffit (kostenlos) – Ein Text → automatisch angepasst für Klasse 5, 7, 9, etc.

Für Klausurvorbereitung & Lernmaterialien:
Quizlet (kostenlos) – Lernkarten mit KI-Unterstützung


Was die Forschung sagt (für alle, die Zahlen brauchen)

Das Schulbarometer 2025 zeigt: 56% der Lehrkräfte nutzen bereits KI-Tools für die Unterrichtsplanung. Die Quote steigt jeden Monat.

Lehrkräfte berichten durchschnittlich 4–10 Stunden Zeitersparnis pro Woche.

Quelle: Schulbarometer der Deutschen Telekom Stiftung

Das ist keine Theorie. Das sind reale Zahlen von realen Lehrern.


Die unbequeme Wahrheit

Die Schulen, die jetzt KI-Kompetenz aufbauen, werden 2026 deutlich entlasteter arbeiten als die, die noch warten.

Die Lehrkräfte, die jetzt ausprobieren, werden keine Anfängerfehler mehr machen, wenn KI in der Schule Standard ist.

Und deine Schüler werden von besserer Differenzierung, weniger frustriertem Lehrpersonal und mehr individualisierter Aufmerksamkeit profitieren.


FAQ: Die Fragen, die wirklich wichtig sind

F: Brauche ich Angst vor Datenschutz zu haben?

A: Mit deutschsicheren Tools wie fobizz: Nein. Mit US-Tools wie ChatGPT: Nur für deine private Vorbereitung nutzen, nicht mit Schülerdaten.


F: Ich bin älterer Lehrer – kann ich das überhaupt lernen?

A: Ja. Wenn du eine E-Mail schreiben kannst, kannst du KI nutzen. Das ist kein Code, das ist Text. Sätze eingeben, fertig.


F: Spart mir KI wirklich Zeit oder ist das nur Hype?

A: Die Zahlen sind eindeutig: 4–10 Stunden pro Woche. Das ist real. Probier es diese Woche aus – du wirst es selbst merken.


F: Muss ich das alles allein machen, oder können Kolleg:innen helfen?

A: Besser mit Kolleg:innen. Wer zusammen mit 2–3 anderen startet, lernt schneller und kann sich austauschen. Ideal: Ein Kollege oder eine Kollegin, die ähnliche Probleme hat.


F: Was passiert, wenn die KI mir Blödsinn generiert?

A: Das passiert. Dann sagst du ihr Bescheid oder fragst anders. Das ist völlig normal. Nach 2–3 Versuchen sitzt es meist.


F: Rechnet sich der Aufwand wirklich?

A: Wenn du eine Stunde investierst, um das erste Mal ChatGPT zu nutzen, und danach 4 Stunden pro Woche sparst: Ja, das rechnet sich in einer Woche.


F: Kann ich KI auch für die Vorbereitung von Prüfungen einsetzen?

A: Absolut. KI hilft dir bei der Erstellung von Übungsaufgaben, bei der Formulierung von Prüfungsfragen und sogar bei der Erstellung von Musterlösungen. Das spart unglaublich viel Zeit.


Fazit: Die Zeit ist jetzt

KI verändert den Schulalltag nicht irgendwann in der Zukunft. Sie ändert ihn jetzt, in diesem Moment.

Die Frage ist nicht: „Soll ich KI nutzen?“ (Das ist optional.)

Die Frage ist: „Wann fange ich an?“ (Das ist strategisch.)

Die beste Zeit war vor drei Monaten. Die zweitbeste Zeit ist diese Woche.

Öffne ChatGPT. Gib dein nächstes Problem ein. Staune über das Ergebnis. Nutze es im Unterricht.

Mehr brauchst du nicht zum Starten.

Deine Schüler werden es dir danken. Und dein Stress-Level auch.

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