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Du willst weniger KI-Chaos und mehr Klarheit in deinem Alltag? Guter Plan. Lass uns deinen Lernpfad mit KI in der Kita einmal ordentlich durchziehen.
Warum es sich wie Chaos anfühlt – und was ein Lernpfad damit zu tun hat
Vielleicht kennst du das:
- Kollegin schickt dir einen ChatGPT-Screenshot in die Team-WhatsApp.
- Die Leitung fragt, ob „wir da nicht auch mal was mit KI machen sollten“.
- Eltern kommen mit „Ich hab das mal in eine KI eingetippt, die sagt…“.
Du stehst dazwischen und denkst:
„Ich hab doch eh schon keine Zeit – soll ich jetzt auch noch KI-Expert:in werden?“
Die gute Nachricht: Du brauchst keinen Technik-Master.
Was du brauchst, ist ein klarer Lernpfad – also eine einfache Reihenfolge:
- Wofür nutze ich KI überhaupt?
- Was lasse ich lieber sein?
- Mit welchen 2–3 Sachen fang ich konkret an?
Genau darum geht’s hier.
Dein Startpunkt: Was KI in der Kita leisten soll (und was nicht)
Bevor du Tools öffnest, stell dir zwei Fragen:
- Wo raubt mir Organisation gerade richtig Zeit?
- Wo darf KI auf keinen Fall reinpfuschen?
Typische Zeitfresser in der Kita:
- Elternbriefe formulieren
- Wochenplan / Tagesstruktur aufschreiben
- Dokumentation & Entwicklungsberichte
- Ideen für Angebote, Projekte, Lieder, Geschichten suchen
Bereiche, in die KI nicht reingehört:
- Diagnosen („Hat das Kind ADHS?“ – klare Grenze)
- Bewertungen einzelner Kinder
- Alles, wo du konkrete persönliche Daten von Kindern eingeben müsstest
Merksatz für deinen Lernpfad:
KI hilft dir beim Schreiben, Sammeln, Strukturieren – Entscheiden tust du.
Lernpfad Stufe 1: KI nur für dich – keine Kinder, keine Elterndaten
Erste Stufe: Du nutzt KI ausschließlich für deine Arbeit im Hintergrund.
Also z.B.:
- Elternbrief-Entwürfe
- Ideenlisten
- Texte umformulieren
- Wochenplan grob strukturieren
Prompt-Beispiel 1: Elternbrief Eingewöhnung
Du willst nicht zum hundertsten Mal bei Null anfangen. Dann so:
Schreibe einen wertschätzenden Elternbrief (ca. 200 Wörter)
zur Eingewöhnung in der Kita.
Ausgangslage:
- Ein Kind weint auch nach 2 Wochen noch beim Abschied.
- Wir wollen erklären, dass das entwicklungspsychologisch normal sein kann.
- Ton: beruhigend, professionell, nicht defensiv.
- Zielgruppe: Eltern ohne Fachwissen.
Formuliere den Text so, dass ich ihn später noch anpassen kann.
Was du dann machst:
- Text durchlesen
- Fachlich checken
- Sprache an euren Stil anpassen
- Fertig
Du sparst dir 20–30 Minuten, ohne deine Verantwortung abzugeben.
Wenn du mehr Textbeispiele für Elternkommunikation brauchst:
Schau dir bei Lehrwert den Beitrag zur Elternkommunikation mit KI an (über das Feed: lehrwert.com/feed).
Lernpfad Stufe 2: Struktur und Planung mit KI – dein Klarplan
Jetzt gehen wir einen Schritt weiter:
KI hilft dir bei Struktur, nicht nur bei Text.
Beispiel: Du brauchst einen groben Wochenplan (oder Tagesplan) für ein Thema.
Prompt-Beispiel 2: Wochenplan „Frühling entdecken“
Erstelle einen Wochenplan für eine Kita-Gruppe mit 18 Kindern, 3-5 Jahre.
Thema der Woche: "Frühling entdecken".
Randbedingungen:
- Wir haben einen Garten.
- Es gibt 2 Erzieherinnen.
- Wir wollen jeden Tag:
- Ankommen & Freispiel
- Einen kurzen Morgenkreis
- Ein angeleitetes Angebot
- Zeit für Bewegung
- Eine ruhige Phase
Bitte:
- Strukturiere Montag bis Freitag mit Zeitfenstern.
- Schreibe jeweils 1-2 konkrete Angebotsideen pro Tag.
- Ergänze Materiallisten in Stichpunkten.
Das ist dein Lernpfad in Richtung Klarplan:
Du lässt dir die Struktur geben – du entscheidest, was du nimmst und was du änderst.
Wenn du schon mit dem Wochenplan-Generator von Lehrwert gearbeitet hast, kannst du diese Prompts noch zusätzlich nutzen, um Ideen zu verfeinern.
Lernpfad Stufe 3: Dokumentation & Beobachtungen entlasten
Doku frisst Zeit. KI kann dir helfen, aus Stichpunkten verständliche Sätze zu machen.
Wichtig: Du gibst keine Namen ein. Beispiel:
Du hast in deinem Notizheft:
- „4J, zurückhaltend im Morgenkreis“
- „Seit 3 Wochen mehr Blickkontakt“
- „Sprache: Mehr ganze Sätze, erzählt freier“
Prompt-Beispiel 3: Entwicklungsbericht aus Stichpunkten
Formuliere aus diesen Stichpunkten einen kurzen Entwicklungsbericht
(150-200 Wörter) für ein anonymisiertes Kind in der Kita.
Stichpunkte:
- 4 Jahre alt, seit 1 Jahr in der Kita
- Anfangs sehr zurückhaltend im Morgenkreis
- Seit 3 Wochen mehr Blickkontakt, meldet sich gelegentlich
- Spricht inzwischen mehr in vollständigen Sätzen
- Erzählt von Erlebnissen am Wochenende
- Spielt häufiger in kleinen Gruppen, nicht mehr nur allein
Ton:
- Wertschätzend, ressourcenorientiert
- Klar, aber ohne Fachjargon
- Zielgruppe: Eltern
Nutze keine Namen.
Du bekommst einen Text, den du:
- prüfst
- ggf. kürzt
- ins Zeugnis / Elterngespräch übernimmst
Wenn du generell zur Kita-Dokumentation mit KI mehr Input suchst: Im Lehrwert-Feed findest du dazu passende Beiträge, die du intern verlinken kannst.
Lernpfad Stufe 4: KI-Medienkompetenz – Haltung vor Tool
Spätestens hier geht es nicht mehr nur um „Was kann die KI?“, sondern um:
- Was erzähle ich Eltern darüber?
- Wie gehe ich mit KI-Ergebnissen kritisch um?
Ein paar Basics:
- Halluzinationen: KI kann sich Fakten „ausdenken“, klingt aber sehr sicher. Studien, die du nicht findest → Finger weg.
- Bias: KI übernimmt Vorurteile aus Trainingsdaten (z.B. Rollenbilder, Hautfarbe, Sprache). Schau dir Texte und Bilder kritisch an: Wer kommt vor, wer nicht?
- Denk-Faulheit: Wenn du jede Frage an die KI abgibst, trainierst du dein eigenes Nachdenken runter. KI soll helfen, nicht dein Gehirn ersetzen.
Gerade bei Kindern ist das wichtig:
Sie erleben dich als Modell.
Wenn du sagst „Ich frage mal schnell die KI“, ohne kritisch zu schauen, lernen sie: „Was die Maschine sagt, stimmt.“
Datenschutz: Die minimale Ausstattung, die du draufhaben musst
Kurz und schmerzlos:
- Keine Klarnamen von Kindern.
Nicht im Prompt, nirgendwo. - Keine Kombi aus Name + Diagnose + Ort.
„Ein 4-jähriges Kind mit Sprachauffälligkeiten“ ist okay.
„L., 4, aus der Bärengruppe, Verdacht auf …“ ist es nicht. - Keine sensiblen Familieninfos.
Armut, Gewalt, Sorgerecht, Krankheiten – bleiben raus. - Träger / Leitung fragen.
Je nach Träger gibt es klare Regeln, was geht und was nicht. Frag nach – das gibt dir Rückendeckung.
Wenn du dich insgesamt entlasten willst (nicht nur bei KI): „Entspannter durch den Bildungsalltag“ auf Lehrwert passt perfekt dazu. Da geht’s genau darum, wie du Workload reduzierst, ohne deine pädagogische Qualität aufzugeben:
Typische Fehler auf dem Lernpfad – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Mit 10 Tools gleichzeitig starten
Besser: Eins für Texte, optional eins für Recherche. Fertig.
Fehler 2: KI soll plötzlich alles können
Besser: Lernpfad. Erst Elternbriefe, dann Wochenpläne, dann Doku.
Fehler 3: KI-Text 1:1 übernehmen
Besser: Immer kurz drüberlesen, anpassen, fachlich checken.
Fehler 4: Keine Regeln im Team
Besser: 3 einfache Teamregeln, z.B.:
- Wofür nutzen wir KI?
- Was ist tabu?
- Wer ist Ansprechperson bei Unsicherheit?
Weiterlernen / Fortbildung: Wenn du tiefer einsteigen willst
Wenn du merkst: „Okay, ich will das jetzt ordentlich können, nicht nur rumprobieren“, dann kommst du mit Blogartikeln irgendwann an eine Grenze.
Für genau diesen Punkt ist der KI-Kompetenz-Kurs von Lairnen gedacht
Kurz, wofür der Kurs gemacht ist:
- Für Pädagog:innen (Kita & Schule), die strukturiert KI-Kompetenz aufbauen wollen
- Mit Fokus auf: sichere Nutzung, kritische Bewertung, praktische Workflows
- Kein Technik-Blabla, sondern: Was ändere ich konkret in meinem Alltag?
Der Kurs ersetzt nicht dein pädagogisches Bauchgefühl – er gibt dir Werkzeuge, damit du es im KI-Zeitalter sicher einsetzen kannst.
FAQ: Häufige Fragen von Erzieher:innen zum Lernpfad mit KI
1. Muss ich KI überhaupt nutzen?
Nein. Du kannst auch ohne KI gute Arbeit machen.
Aber: Eltern, Träger und Kinder werden KI nutzen. Es hilft, wenn du zumindest verstehst, wie das funktioniert – und wo die Gefahren liegen.
2. Welches Tool soll ich zuerst ausprobieren?
Starte mit einem Text-Tool (z.B. ChatGPT).
Mach dir 2–3 Prompts zu Elternbrief, Wochenplan, Doku.
Wenn du später merkst, dass du häufiger Quellen brauchst, kannst du ein Recherche-Tool dazunehmen.
3. Wie erkenne ich, ob eine KI-Antwort Mist ist?
- Du findest die genannte Studie nirgends wieder.
- Es widerspricht deinem Fachwissen massiv.
- Es klingt „zu glatt“, aber ohne Quelle.
- Dein Bauch sagt: „Komisch.“
Dann gilt: lieber verwerfen oder noch mal gegenchecken.
4. Kann ich KI zusammen mit Kindern nutzen?
Das ist ein eigenes Kapitel.
Für deinen Lernpfad: Erst du, dann das Team, dann evtl. Kinder.
Wenn du KI mit Kindern einsetzt, brauchst du ein klares Konzept, Regeln und unbedingt Rückendeckung von Leitung & Träger.
5. Was mache ich, wenn Eltern mit KI-Screenshots kommen?
Ruhig bleiben.
Du kannst sagen: „KI kann Vorschläge machen, aber sie kennt Ihr Kind nicht. Wir schauen hier in der Kita auf das reale Verhalten Ihres Kindes und ziehen bei Bedarf Fachleute hinzu.“
Du darfst KI-Aussagen jederzeit relativieren.
6. Wie viel Zeit soll ich für meinen Lernpfad einplanen?
Realistisch:
- 1–2 Stunden zum Reinschnuppern
- Dann 10–15 Minuten pro Woche, um einen Baustein in deinen Alltag zu integrieren
Wenn du das über ein paar Wochen durchziehst, bist du deiner Einrichtung schon deutlich voraus.
Ich bin Christian Luckow – Gründer von Lehrwert.com und Spezialist für den praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im pädagogischen Alltag.
Ich komme nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis:
Als gelernter Einzelhandelskaufmann, zertifizierter Ausbilder und Handelsfachwirt habe ich viele Jahre damit gearbeitet, komplexe Prozesse verständlich zu strukturieren, Menschen anzuleiten und effiziente Arbeitsabläufe zu entwickeln.
Mein Zugang zur Bildungswelt ist ein persönlicher – und ein praktischer.
Seit ich meinen Sohn täglich in den Kindergarten bringe, erlebe ich unmittelbar, unter welchem Druck Erzieher:innen und Lehrkräfte stehen: Zeitmangel, Dokumentationspflichten, steigende Anforderungen und gleichzeitig der Anspruch, jedem Kind gerecht zu werden.
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Ich teste und analysiere KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Gemini und weitere konkret im pädagogischen Kontext:
für Elternbriefe, Förderpläne, Beobachtungsdokumentationen, Unterrichtsvorbereitung und organisatorische Aufgaben. Nicht theoretisch – sondern so, wie sie im Alltag tatsächlich genutzt werden.
Auf Lehrwert.com teile ich:
erprobte KI-Workflows für Kita und Schule
konkrete Prompt-Beispiele aus der Praxis
klare Grenzen, Risiken und typische Fehler beim KI-Einsatz
ehrliche Einschätzungen, was funktioniert – und was nicht
Ich bin kein Pädagoge – und genau deshalb liegt mein Fokus darauf, pädagogische Arbeit nicht zu ersetzen, sondern sie technisch zu entlasten. Entscheidungen bleiben immer beim Menschen.
Mein Ziel ist einfach:
Lehrkräfte und Erzieher:innen sollen mithilfe von KI Zeit zurückgewinnen für das, was wirklich zählt – die Arbeit mit Kindern.
Keine Theorie.
Keine leeren Versprechen.
Sondern praxiserprobte Lösungen aus echter Anwendung.

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