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Schlagwort: ChatGPT Lehrer

KI im Unterricht: Der praktische Einstieg für Lehrkräfte ohne Vorkenntnisse

Lesedauer 9 Minuten
Inhalt

Die Glocke klingelt – und du sitzt im Lehrerzimmer. Auf dem Tisch liegt ein Artikel über ChatGPT, auf deinem Handy eine Benachrichtigung über ein neues KI-Tool. Alle sprechen darüber. Manche Kollegen nutzen es schon. Und du denkst: „KI im Unterricht? Klingt kompliziert. Ich verstehe nicht mal, wie das funktioniert. Kann ich das wirklich nutzen?“

Die gute Nachricht: KI im Unterricht ist nicht kompliziert – und du brauchst dafür keine Vorkenntnisse.

Tatsächlich nutzen bereits Tausende Lehrkräfte in Deutschland KI-Tools wie ChatGPT, um Elternbriefe schneller zu schreiben, Arbeitsblätter zu generieren oder Unterrichtsstunden zu planen. Nicht um Schüler zu ersetzen, sondern um selbst weniger Zeit in Verwaltung zu investieren – und mehr Zeit für echten Unterricht zu haben.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie KI im Unterricht konkret funktioniert, welche Tools es gibt, wie du sicher anfängst und welche praktischen Anwendungen sofort möglich sind. Keine Theorie, keine Angst – nur praktische Schritte, die du heute noch umsetzen kannst.

1. Was ist KI im Unterricht wirklich?

Viele Lehrkräfte denken bei KI im Unterricht sofort an Sci-Fi: Roboter im Klassenzimmer, Schüler sprechen nur noch mit Maschinen, der Unterricht wird völlig digitalisiert.

Das ist nicht, wovon wir hier sprechen.

KI im Unterricht bedeutet in der Realität: Du nutzt intelligente Tools, um deine Arbeit zu erleichtern. Punkt.

Konkrete Beispiele für KI im Unterricht:

  • Elternbrief schreiben: Du sagst der KI „Schreib einen Elternbrief über unser Schulausflug, warm, kurz, 5 Sätze“ → Fertig in 30 Sekunden (statt 15 Minuten)
  • Arbeitsblätter erstellen: Du fragst KI „Gib mir 10 Mathe-Aufgaben für Klasse 5 zum Thema Bruchrechnung, 3 Schwierigkeitsstufen“ → Instant Ergebnis
  • Stundenvorbereitung: Du fragst „Erstelle einen Stundenablauf für 45 Min Englisch-Unterricht, Thema Restaurant, mit Differenzierung“ → Die KI liefert eine komplette Gliederung
  • Schüler-Fragen beantworten: Ein Schüler fragt dich was Kompliziertes. Du stellst die gleiche Frage der KI, verstehst die Antwort besser – und erklärst es dann den Schülern

Das ist KI im Unterricht: Ein intelligenter Assistent, der dir stupide, zeitraubende Aufgaben abnimmt.

Wichtig: Wo KI im Unterricht NICHT deine Rolle ersetzt

  • Beziehung zu Schülern aufbauen ❌
  • Pädagogische Entscheidungen treffen ❌
  • Schüler motivieren ❌
  • Kreative Unterrichtsmethoden designen ❌ (Okay, KI kann hier brainstormen, aber nur als Assistent)

KI im Unterricht ist nicht der Feind. KI im Unterricht ist dein Werkzeug – wie Word oder PowerPoint, nur intelligenter.


2. Warum ist KI im Unterricht für dich relevant – und nicht nur für Tech-Nerds?

Hier eine ehrliche Statistik: Deutsche Lehrkräfte geben durchschnittlich 17–25 Stunden pro Woche außerhalb des Unterrichts für Planung, Korrektur und Verwaltung aus.

Das ist JEDE Woche. Unbezahlt.

KI im Unterricht könnte 3–5 dieser Stunden sparen.

Warum ist KI im Unterricht JETZT relevant?

Grund 1: Schüler nutzen KI längst

Ob du KI im Unterricht einsetzt oder nicht – deine Schüler machen es bereits. 60–70 % der Schüler ab Klasse 7 nutzen ChatGPT regelmäßig (TU Darmstadt, 2024). Die Frage ist nicht „Sollen Schüler KI nutzen?“, sondern „Wie lehren wir einen verantwortungsvollen Umgang?“

Grund 2: Kolleg:innen nutzen es schon

Wenn nicht du, dann andere Lehrkräfte. Und diejenigen, die KI im Unterricht nutzen, sparen Zeit und Stress ein. Das ist ein Vorteil, den du nicht ignorieren solltest.

Grund 3: Die Lernmotivation steigt

Mit KI im Unterricht kannst du schneller differenzieren, schneller individualisieren, schneller auf Schülerfragen eingehen. Das macht Unterricht besser.

Grund 4: Es ist einfacher als du denkst

Du brauchst kein Informatik-Studium. Du brauchst nur Google, ChatGPT und 10 Minuten Muße. Das war’s.


3. Die beliebtesten KI-Tools für Lehrkräfte (und wie du wählst)

Es gibt dutzende KI-Tools. Welche brauchst du wirklich für KI im Unterricht?

Für den Einstieg: Exakt eine. Mehr nicht.

Die Top 3 für KI im Unterricht (für Anfänger)

ToolKostenlos?Best fürEinstieg
ChatGPTJa (kostenlose Version)Texte, Fragen, Brainstorming⭐⭐⭐⭐⭐ Easiest
Google GeminiJaÄhnlich wie ChatGPT, kostenlos, einfach⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr einfach
FobizzTeilweise (für Schulen)Unterrichtstools speziell für Lehrkräfte⭐⭐⭐⭐ Schulspezifisch

Meine Empfehlung für deinen Anfang mit KI im Unterricht: Starte mit ChatGPT kostenlos.

Warum? Weil es am weitesten verbreitet ist, tausende Tutorials gibt und fast alle Lehrkräfte es nutzen. Du wirst schnell Kolleg:innen finden, die dir helfen können.

Falls du mehr über die Unterschiede zwischen Tools wissen möchtest: Schau dir unseren Vergleich ChatGPT vs. Claude vs. Gemini an – dort erklären wir die Nuances genauer.

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4. 5 konkrete Anwendungsszenarien: KI im Unterricht in der Praxis

Szenario 1: Der Elternbrief (10 Minuten statt 45 Minuten)

Das Problem: Du musst einen Elternbrief über das Schulprojekt schreiben. Normalerweise: Recherche, Gedanken sammeln, schreiben, überarbeiten, nochmal Überarbeiten. 45 Minuten weg.

Mit KI im Unterricht:

  1. Du öffnest ChatGPT
  2. Du schreibst: „Schreib einen freundlichen Elternbrief unserer Schule. Thema: Projektfahrt nach Berlin, 5 Tage, Kosten 250€, Abfahrt Montag 7 Uhr. Wichtig: Warm, nicht zu lang, kurz die Lernziele erklären. Tone: Professionell aber nahbar.“
  3. ChatGPT liefert in 10 Sekunden einen fertigen Brief
  4. Du liest über, änderst 2–3 Sätze (wird persönlicher)
  5. Fertig. 10 Minuten Gesamtzeit.

Das ist KI im Unterricht bei der Arbeit.

Szenario 2: Differenziertes Arbeitsblatt (20 Min statt 1,5 Std)

Das Problem: Du brauchst Mathe-Aufgaben für deine Klasse. Aber 5 Schüler sind schwächer, 5 besser, 15 mittelmäßig. Du müsstest 3 verschiedene Arbeitsblätter erstellen. Unmöglich zeitlich.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle 10 Mathe-Aufgaben zum Thema Prozentrechnung. 3 Schwierigkeitsstufen: Level 1 (einfach), Level 2 (mittel), Level 3 (schwierig). Pro Stufe 4 Aufgaben. Zielgruppe Klasse 8.“
  2. ChatGPT liefert alle 12 Aufgaben in 20 Sekunden
  3. Du druckst aus, schneidest auf 3 Blätter auf
  4. Alle Schüler arbeiten an dem gleichen Thema, jeder in seinem Tempo. Fertig.

Das erspart dir über 1 Stunde Zeit und ist pädagogisch sauberer.

Szenario 3: Schülerfragen beantworten (schneller erklären)

Ein Schüler fragt dich: „Herr Meyer, warum ist das Skalarprodukt wichtig? Wir rechnen ja nie damit im echten Leben.“

Mit KI im Unterricht, um besser zu erklären:

  1. Du nimmst schnell dein Handy
  2. „ChatGPT, ein Schüler fragt warum Skalarprodukte wichtig sind. Gib mir 2–3 praktische Alltags-Beispiele, die Schüler verstehen (nicht nur Physik)“
  3. ChatGPT liefert dir in 10 Sekunden gute Beispiele (Videospiele, Navigation, Technik)
  4. Du erklärst dem Schüler viel besser und überzeugender

Das macht dich als Lehrer besser – du kannst schneller bessere Erklärungen liefern.

Szenario 4: Stundenplanung (statt 2 Std nur 20 Min)

Das Problem: Du unterrichtest ein neues Thema nächste Woche und willst eine gute Stundenvorbereitung.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle einen 45-Min-Stundenablauf für Klasse 7 Englisch. Thema: Past Tense. Schüler haben Vorkenntnisse. Ich möchte: Einstieg (5 min), Erarbeitung (20 min), Übung (15 min), Sicherung (5 min). Mit konkreten Aktivitäten.“
  2. KI liefert einen kompletten, realistischen Stundenablauf in 30 Sekunden
  3. Du überprüfst, passt an, druckst aus
  4. Fertig in 20 Minuten Gesamtzeit

Szenario 5: Schnelle Material-Recherche (statt 20 Min nur 2 Min)

Du brauchst schnell 5 interaktive Aufgaben zum Thema Klimawandel.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Gib mir 5 interaktive Aufgaben für Klasse 9 zum Thema Klimawandel. Sollte Gruppenarbeit sein, Dauer je 10 Minuten.“
  2. KI liefert sofort 5 konkrete Aufgaben
  3. Du nutzt sie direkt im Unterricht

Das funktioniert besser und schneller als Google zu bemühen.


5. Dein erster Tag: KI im Unterricht Schritt für Schritt ausprobieren

Phase 1: Account erstellen (5 Minuten)

  1. Öffne openai.com (kostenlos)
  2. Klicke „Sign Up“
  3. E-Mail-Adresse eingeben (nicht unbedingt deine Schulmail, wenn du datenschutzbewusst sein möchtest)
  4. Passwort setzen
  5. Fertig. Du hast einen ChatGPT-Account.

Kosten: 0 €

Phase 2: Erste einfache Frage (5 Minuten)

Schreib ChatGPT eine einfache Frage:

„Schreib eine kurze, freundliche Email an einen Schüler, der häufig zu spät zu meiner Mathe-Stunde kommt. Ich möchte sachlich bleiben, aber auch verstehen, ob alles okay ist. Nicht zu lang.“

Beobachte, was ChatGPT antwortet. Die Antwort wird gut sein. Wirklich.

Phase 3: Antwort editieren (2 Minuten)

ChatGPT wird eine nette Email schreiben. Du wirst wahrscheinlich denken: „Hm, das ist gut, aber zu formal“ oder „Das passt nicht ganz zu meinem Stil.“

Kein Problem. Schreib einfach:

„Das ist gut, aber mach es etwas weniger formal. Füg einen persönlicheren Satz ein am Ende, nach meinem Namen.“

ChatGPT bearbeitet sofort nach deinen Wünschen.

Phase 4: Nutzen (1 Minute)

Kopiere den Text, schreib die Email, sende sie ab. Fertig.

Gesamtzeit für diese komplette Email mit Überlegungen: 10 Minuten

Normalerweise: 25 Minuten

Das ist KI im Unterricht.


6. KI im Unterricht: Sicherheit, Datenschutz und rechtliche Fragen

Jetzt die wichtige Frage, die viele haben: Darf ich ChatGPT in der Schule nutzen? Was ist mit Datenschutz?

Die rechtliche Situation (Stand Dezember 2025)

Gute Nachricht: Es ist nicht verboten. Es ist auch nicht unklar. Die Lage ist tatsächlich relativ klar:

  • ✅ ChatGPT kostenlos privat nutzen: Okay
  • ✅ Mit der kostenlosen Version arbeiten: Okay
  • ✅ Arbeitsblätter generieren: Okay
  • ⚠️ Schülerdaten eingeben: NICHT okay
  • ⚠️ Namen von Schülern nennen: NICHT okay
  • ⚠️ Schulmail nutzen zum Registrieren: Frag deine Schulleitung

Praktische Faustregel für KI im Unterricht:

Gib der KI keine echten Namen, keine echten Daten von Schülern/Klassen ein. Alles andere ist okay.

❌ FALSCH: „Max hat ein Verhaltensproblem. Schreib einen Elternbrief über Max.“

✅ RICHTIG: „Schreib einen Elternbrief über ein Verhaltensproblem eines Schülers.“

Datenschutz: Sichere Nutzung von KI im Unterricht

  1. Keine echten Namen: Schreib „ein Schüler“ statt „Max Meyer“
  2. Keine Schuldaten: „Eine Schulfahrt nach Berlin“ statt „Einweihungsfahrt Gymnasium X“
  3. Keine Schülerdaten: Keine Noten, keine Adressen, keine besonderen Informationen
  4. Kostenlose Version okay: Die kostenlose ChatGPT speichert deine Daten nicht für Training (seit 2025 Standard)

Wenn deine Schule spezifische KI-Tools vorgibt (wie Fobizz oder Schuldig): Nutze die lieber, die sind speziell datenschutzgeprüft.

Wenn du unsicher bist: Frag deine Schulleitung oder den Datenschutzbeauftragten. Die freuen sich normalerweise, dass Lehrkräfte sich damit beschäftigen.


7. Häufige Fehler vermeiden – das solltest du über KI im Unterricht wissen

Fehler 1: Du gibst KI-Texte 1:1 an Schüler

Falsch: KI generiert ein Arbeitsblatt → Du druckst es sofort aus

Richtig: KI generiert Idee → Du prüfst, überarbeitest, machst es persönlich

Die beste KI im Unterricht ist KI, die deine Arbeit unterstützt, nicht ersetzt.

Fehler 2: Du vertraust KI blind

KI kann falsche Informationen erfinden (genannt „Halluzinationen“). Besonders bei Fachfragen solltest du überprüfen.

Beispiel: „Wer war der erste Kanzler Deutschlands?“ ← Darauf antwortet KI zuverlässig.

Aber: „Nennen Sie alle Experimente von Pasteur zu Gärung“ ← Hier kann KI erfundene „Experimente“ nennen.

Faustregel: Vertrau KI bei Fakten nicht blind. Überprüfe bei wichtigen Themen.

Fehler 3: Du nutzt KI nur für Verwaltung

Viele denken: „KI im Unterricht ist nur für Elternbriefe und Arbeitsblätter.“

Nein. KI kann auch:

  • Schülerfragen beantworten (Lernunterstützung)
  • Diskussionsfragen generieren
  • Differenzierungs-Ideen liefern
  • Feedback-Vorschläge machen

Der beste KI-Unterricht nutzt KI zur echten Unterrichtsqualität, nicht nur zur Admin-Ersparnis.

Fehler 4: Du machst es zu kompliziert

Viele Lehrkräfte denken: „Ich muss perfekte Prompts schreiben, sonst geht es nicht.“

Quatsch. Diese einfachen Prompts funktionieren:

  • „Schreib einen Elternbrief“
  • „Gib mir 5 Ideen für“
  • „Erklär mir was ein X ist“
  • „Erstelle ein Arbeitsblatt zu Thema Y“

Du brauchst nicht noch einen Kurs zu „Prompt Engineering“. Einfach ausprobieren.


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8. FAQ: KI im Unterricht – deine Fragen beantwortet

F: Ersetzt KI mich als Lehrer?

A: Nein. KI kann keine Beziehung zu Schülern aufbauen, kann nicht motivieren, kann nicht adaptiv reagieren auf Emotion. Das ist deine Aufgabe. KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz.

F: Muss ich KI im Unterricht einsetzen? Passiert mir was, wenn ich es nicht tue?

A: Nein, es ist nicht verpflichtend. Es ist eine Möglichkeit. Aber: In 3–5 Jahren wird es Standard sein. Jetzt anfangen ist smart – dann machst du weniger Fehler.

F: Ich verstehe nicht, wie KI funktioniert. Muss ich das, um KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein. Du musst nicht wissen, wie ein Auto funktioniert, um es zu fahren. Genauso mit KI. „Was es macht“ ist wichtiger als „wie es funktioniert.“

F: Ist es ethisch fragwürdig, KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein, wenn du es verantwortungsvoll nutzt. Es ist sogar pädagogisch wertvoll – Schüler sollen lernen, mit KI umzugehen, nicht sie zu ignorieren.

F: Was, wenn meine Schule KI verbietet?

A: Dann kannst du zu Hause damit experimentieren, um selbst sicherer zu werden. Und du kannst im Kollegium für eine offenere Haltung werben. Viele Schulverbote sind aus Angst, nicht aus echtem Grund.

F: ChatGPT ist doch kostenpflichtig?

A: Es gibt eine kostenlose Version, die völlig ausreicht. ChatGPT Plus (20€/Monat) ist nur für Power-User. Anfänger brauchen das nicht.

F: Welche KI im Unterricht sollte ich nehmen – ChatGPT, Gemini, Claude?

A: Für den Anfang: ChatGPT. Es ist am meisten dokumentiert. Später kannst du andere ausprobieren. Mehr dazu in unserem ChatGPT vs. Claude vs. Gemini Vergleich.

F: Wenn ich KI im Unterricht nutze, muss ich das den Schülern sagen?

A: Wenn du KI-generierte Arbeitsblätter nutzt, sollten Schüler das wissen. Offenheit ist wichtig. Du könntest sogar sagen „Das Arbeitsblatt ist von einer KI, schaut, wie es ist!“ – großartig für Medienkompetenz.


9. Dein Aktionsplan: Nächste Woche mit KI im Unterricht starten

Diese Woche (3 Stunden total)

Montag (30 Min): ChatGPT-Account erstellen (openai.com)

Dienstag (30 Min): Erste Prompts ausprobieren. Einfach spielen.

Mittwoch (30 Min): Ein echtes Problem von dir mit KI lösen. Elternbrief, Arbeitsblatt, Stundenplanung.

Donnerstag (30 Min): Eine Kollegin/einen Kollegen fragen: „Hey, nutzt ihr KI im Unterricht?“ Sich austauschen.

Freitag (30 Min): Reflexion: Was hat geklappt? Wo brauchte ich Hilfe? Wie geht’s nächste Woche weiter?

Nächste Woche (Umsetzung)

  • Ein echtes Material mit KI im Unterricht erstellen und nutzen
  • Falls du noch unsicherer bist: Unser kostenloser Ratgeber „Entspannter durch den Bildungsalltag“ hat 25 fertige Prompts für dich – einfach kopieren, nutzen, Zeit sparen.

Wenn du strukturierter lernen möchtest

Falls du tiefer in KI im Unterricht einsteigen möchtest – nicht nur Prompts, sondern echte Kompetenz:

Die Fortbildung KI-Kompetenz für Bildungsprofis bringt dir systematisch bei, wie du KI in allen Bereichen deines Schulalltags einsetzt: Planung, Unterricht, Dokumentation, Elternkommunikation. Mit Zertifikat und flexiblen Lernzeiten.


Fazit: KI im Unterricht ist dein Anfang

KI im Unterricht ist nicht die Zukunft – es ist jetzt. Und der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, ist heute.

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Du brauchst keine Angst zu haben. Du brauchst nur:

  1. Einen kostenlosen ChatGPT-Account (5 Min)
  2. Ein Problem, das KI lösen könnte (Elternbrief, Arbeitsblatt, Planung)
  3. Deine Bereitschaft, es auszuprobieren (30 Minuten)

Mehr nicht.

In 2–3 Wochen wirst du dich fragen: „Wie habe ich das vorher gemacht?“ Dann wirst du pro Woche 3–5 Stunden sparen und diese Zeit für das nutzen, was wirklich zählt: deine Schüler.

Das ist KI im Unterricht.

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ChatGPT vs Claude vs Gemini – Welches KI-Tool passt zu mir als Pädagoge ?

Lesedauer 5 Minuten
Inhalt


Du stehst im Lehrerzimmer, der Kaffee läuft durch, und schon wieder fragt jemand: „Sag mal, nutzt du eigentlich schon dieses KI-Zeug? Welches ist denn jetzt das Beste?“
Und genau da fängt das Problem an. Es gibt nicht „das Beste“. Es gibt nur das Tool, das dir heute am meisten Arbeit abnimmt – und das, was dich nur nervt.

Ich habe mir die drei großen Platzhirsche – ChatGPT, Claude und Gemini – mal im Alltagstest vorgenommen. Ohne Technik-Blabla, sondern mit der Frage: Was hilft dir wirklich, wenn du Unterricht planst, Elternbriefe schreibst oder einfach mal fünf Minuten Zeit sparen willst?

Die Kandidaten im Schnelldurchlauf

Bevor wir ins Detail gehen, hier die Kurzfassung für Eilige:

  • ChatGPT ist der Alleskönner. Perfekt für kreative Ideen, Brainstorming und wenn du einfach mal schnell einen Entwurf brauchst.
  • Claude ist der Gründliche. Wenn du lange Texte zusammenfassen musst oder Wert auf einen sehr menschlichen, feinen Schreibstil legst, ist er dein Freund.
  • Gemini ist der Google-Insider. Wenn du eh schon alles in Google Docs und Drive machst, spart er dir das ständige Hin- und Herkopieren.

Aber schauen wir uns das mal genauer an.


1. ChatGPT – Der kreative Chaot (im positiven Sinne)

ChatGPT ist ein bisschen wie der Kollege, der immer tausend Ideen hat. Manchmal schießt er übers Ziel hinaus, aber er liefert dir verlässlich Material.

Was er super kann:

  • Ideen sprudeln: „Gib mir 5 Einstiege für das Thema Mittelalter in Klasse 7.“ Zack, da sind sie.
  • Bilder malen: Mit der Plus-Version kannst du direkt passende Bilder für Arbeitsblätter erstellen lassen.
  • Gedächtnis: Er merkt sich, was du ihm letzte Woche über deine 8b erzählt hast (wenn du das willst).

Praxis-Test: Der Elternbrief
Ich habe ihn gebeten: „Schreibe einen kurzen Elternbrief zum Wandertag, der freundlich klingt, aber klar macht: Regenjacke ist Pflicht!“
Das Ergebnis war solide, musste aber noch etwas „entbürokratisiert“ werden. ChatGPT liebt Wörter wie „diesbezüglich“ oder „verbindlich“. Mit einem kurzen „Mach es lockerer“ war es dann aber perfekt.

Wo es hakt:
Er erzählt gern mal Quatsch, vor allem bei Fakten und Quellen. Wenn du ihn nach aktuellen Studien fragst, halluziniert er manchmal munter drauf los. Also: Immer den Faktencheck machen!

Für wen ist das was?
Für alle, die einen kreativen Sparringspartner suchen und keine Lust haben, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen.


2. Claude – Der höfliche Perfektionist

Claude wirkt oft ein bisschen „erwachsener“ als ChatGPT. Er schreibt Texte, die oft weniger nach Roboter klingen und mehr nach Mensch.

Was er super kann:

  • Lange Texte: Du kannst ihm ganze PDFs oder lange Artikel geben, und er fasst sie dir sauber zusammen.
  • Stil: Seine Texte klingen oft runder, weniger hölzern. Wenn du einen sensiblen Elternbrief formulieren musst, ist Claude oft die bessere Wahl.
  • Sicherheit: Er ist so programmiert, dass er bei heiklen Themen eher vorsichtig ist.

Praxis-Test: Text vereinfachen
Ich habe Claude einen komplizierten Sachtext über Photosynthese gegeben mit dem Prompt: „Schreibe das so um, dass es ein Fünftklässler versteht, der Bio eigentlich langweilig findet.“
Das Ergebnis war beeindruckend: Claude hat nicht nur die Sätze gekürzt, sondern auch eine tolle Analogie (mit einer Fabrik) eingebaut, ohne dass ich danach gefragt hatte. Das hat ChatGPT im direkten Vergleich nicht so elegant hinbekommen.

Wo es hakt:
Er hat keinen direkten Draht ins Internet (in der Basisversion). Aktuelle Nachrichten oder Wetterdaten? Fehlanzeige.

Für wen ist das was?
Für alle, die viel Text verarbeiten müssen oder Wert auf sprachlich feine Nuancen legen – zum Beispiel im Deutsch- oder Geschichtsunterricht.

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3. Gemini – Der Google-Native

Gemini ist Googles Antwort. Und sein riesiger Vorteil ist: Er wohnt da, wo du vielleicht auch arbeitest.

Was er super kann:

  • Alles an einem Ort: Er kann direkt auf deine Google Docs, Mails und Drive-Dateien zugreifen. „Fasse mir das Dokument ‚Lehrplan Mathe‘ zusammen“ funktioniert ohne Hochladen.
  • Recherche: Da Google dahintersteckt, sind die Infos oft aktueller und besser mit Quellen belegt (aber auch hier: Blind vertrauen ist nicht!).
  • Kostenlos stark: Die Gratis-Version kann schon verdammt viel, während die anderen ihre besten Features oft hinter der Bezahlschranke verstecken.

Praxis-Test: Unterrichtsreihe planen
Ich wollte eine Reihe zum Thema „Klimawandel“ planen und habe gefragt: „Erstelle mir einen Wochenplan zum Thema Klimawandel und suche mir direkt 3 passende YouTube-Videos raus für den Unterricht klasse 8.“
Gemini hat den Plan erstellt und die YouTube-Links direkt eingebettet – anklickbar und passend. Das kann so in der Form nur er.

Wo es hakt:
Kreativ ist er manchmal etwas… nüchtern. Seine Texte klingen oft funktionaler als die von ChatGPT.

Für wen ist das was?
Für alle, die ihr digitales Leben eh schon in der Google-Welt organisiert haben und keine Lust auf ständiges Tab-Wechseln haben.


Das heiße Eisen: Was ist mit dem Datenschutz?

Bevor du loslegst, ein ernstes Wort. Als Lehrkraft oder Erzieher:in hast du Verantwortung für Daten. Und da gilt bei allen drei Tools eine goldene Regel:

Niemals, wirklich niemals, echte Namen oder sensible Daten von Schülern oder Eltern eingeben.

  • Okay: „Schreibe einen Förderplan für einen Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche in Klasse 3.“
  • Nicht okay: „Schreibe einen Förderplan für Kevin Müller, geboren am…“

Die Tools lernen (oft) mit dem, was du ihnen fütterst. Und Kevins Daten haben in Kalifornien nichts verloren.

Wer ist da am sichersten?

  • Für private Accounts: Alle drei sind ähnlich „unsicher“ für sensible Daten. OpenAI (ChatGPT) und Google (Gemini) bieten zwar Einstellungen, um das Training mit deinen Daten auszuschalten, aber für Schülerdaten reicht das nicht.
  • Für Schulen: Wenn deine Schule eine offizielle Lizenz hat (z.B. Microsoft Copilot mit Datenschutz, ChatGPT Enterprise oder Google Workspace for Education), sieht es anders aus. Da gibt es Verträge, die garantieren, dass deine Daten nicht zum Training genutzt werden. Frag da unbedingt deinen Admin!

Im Zweifel gilt immer: Anonymisieren. Mach aus „Lisa“ einfach „Schülerin A“ – der KI ist das egal, dem Datenschutzbeauftragten nicht.


Mein Fazit: ChatGPT vs Claude vs Gemini, wer gewinnt?

Lass dich nicht verrückt machen von Feature-Listen und Tech-Geek-Diskussionen. Am Ende zählt nur eins: Hilft es dir?

Mein Tipp für den Start:

  1. Hol dir ChatGPT (auch die kostenlose Version reicht für den Anfang), um Ideen zu generieren und Schreibblockaden zu lösen.
  2. Wenn du Google Workspace nutzt, probier Gemini aus, um dir Klickwege zu sparen.
  3. Und wenn du mal einen wirklich langen, komplexen Text bändigen musst, gib Claude eine Chance.

Probier es einfach mal aus – nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als kleine Entlastung, wenn der Schreibtisch wieder voll ist. Und wenn die KI mal wieder Quatsch schreibt: Lächeln, korrigieren, weitermachen. Wir kennen das ja von den Kindern. 😉

FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz & knapp

Ist Gemini wirklich komplett kostenlos?
Ja, die Basisversion ist gratis. Wenn deine Schule Google Workspace for Education nutzt, ist auch die Datenschutz-sichere Version oft kostenlos dabei.

Welches Tool halluziniert am wenigsten?
In Tests schneidet Claude oft am besten ab, wenn es um Fakten geht. ChatGPT ist kreativer, erfindet aber auch mal was. Gemini liegt dazwischen. Trotzdem gilt: Immer gegenprüfen!

Darf ich Schülertexte von der KI korrigieren lassen?
Jein. Nur wenn die Texte absolut anonymisiert sind (keine Namen, keine Orte). Bei offiziellen Schullizenzen (z.B. Fobizz, Microsoft Copilot mit Datenschutz) sieht es besser aus – frag da unbedingt deine Schulleitung.

Kann ich ChatGPT Bilder malen lassen?
Ja, aber nur in der Bezahlversion (Plus). Gemini kann es in manchen Versionen auch, Claude aktuell noch nicht.

Lohnt sich das Abo für 20 Euro?
Wenn du KI täglich nutzt: Absolut. Die Bezahl-Modelle sind schlauer, schneller und können mehr (z.B. Bilder, Datei-Uploads). Für den Anfang reicht aber die Gratis-Version völlig aus.


Weiterführende Ressourcen auf Lehrwert.com:

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ChatGPT im Unterricht nutzen: 15 praktische Einsatzbeispiele für Lehrkräfte

Lesedauer 8 Minuten
Inhalt

Du kennst ChatGPT bereits und fragst dich, wie du es konkret im Unterricht einsetzen kannst? Fast die Hälfte aller deutschen Lehrkräfte nutzt bereits KI-Tools wie ChatGPT im Unterricht – Tendenz stark steigend. In diesem Leitfaden zeige ich dir 15 praxiserprobte Einsatzbeispiele, die dir sofort Arbeit abnehmen und deinen Unterricht bereichern.

Du möchtest KI nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Ausbildung erfolgreich einsetzen? Dann ist der praxisnahe Leitfaden Ausbilden mit KI ein Muss

Warum ChatGPT für Lehrkräfte ein Game-Changer ist

ChatGPT ist mehr als nur ein Chatbot. Es ist dein persönlicher Unterrichtsassistent, der dir hilft, individuelle Materialien zu erstellen, Schüler besser zu fördern und dabei massiv Zeit zu sparen. Studien zeigen: Lehrkräfte, die ChatGPT nutzen, sparen durchschnittlich 4-10 Stunden pro Woche bei der Unterrichtsvorbereitung.

Das Wichtigste vorab:

  • ChatGPT ist kostenlos nutzbar (auch ohne Plus-Abo)
  • Die Qualität hängt von deinen Prompts ab – je präziser, desto besser
  • Perfekt für Unterrichtsvorbereitung, aber nicht DSGVO-konform für Schülerdaten
  • Ergebnisse immer prüfen – ChatGPT macht Fehler

Noch unsicher, welches KI-Tool das richtige für dich ist? Lies unseren umfassenden Guide: KI-Tools für Lehrer 2025: Die 10 besten kostenlosen Anwendungen im Vergleich


Die Grundlagen: Wie du bessere Ergebnisse bekommst

Bevor wir zu den 15 Beispielen kommen, hier die 5 wichtigsten Prompt-Techniken:

1. Gib ChatGPT eine Rolle

text❌ Schlecht: "Erkläre den Dreisatz"
✅ Besser: "Du bist ein empathischer Mathelehrer für Klasse 7. 
Erkläre den Dreisatz mit einem Beispiel aus der Lebenswelt 
von 13-Jährigen."

2. Sei extrem konkret

text❌ Schlecht: "Erstell mir ein Arbeitsblatt"
✅ Besser: "Erstelle ein differenziertes Arbeitsblatt zum Thema 
Photosynthese mit drei Niveaus (leicht, mittel, schwer), 
passenden Icons und einer Selbstkontrolle für Klasse 8 Realschule."

3. Trenne Anweisung und Inhalt

Nutze drei Rauten (###) oder Anführungszeichen, um Inhalt klar abzugrenzen:

text"Korrigiere die Rechtschreibfehler in diesem Text:
###
[DEIN TEXT HIER]
###"

4. Fordere Schritt-für-Schritt-Denken

text"Analysiere meine geplante Lernzielkontrolle Schritt für Schritt:
1. Wo überfordere ich meine Schüler?
2. Wo fehlt eine Brücke zur Einführung?
3. Welche Aufgaben sind zu komplex?"

5. Setze Grenzen und Format

text"Erstelle 5 Mathe-Aufgaben zum Thema Prozentrechnung.
Format: Jede Aufgabe mit Schwierigkeitsgrad (leicht/mittel/schwer), 
Musterlösung und Punkteverteilung.
Maximale Länge: 200 Wörter pro Aufgabe."

15 praktische Einsatzbeispiele für ChatGPT im Unterricht

1. Differenzierte Arbeitsblätter in Minuten erstellen

Das Problem: Arbeitsblätter für verschiedene Leistungsniveaus zu erstellen, kostet Stunden.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle ein differenziertes Arbeitsblatt zum Thema 
'Industrielle Revolution' für Klasse 9. Drei Niveaus:
- Basis: Förderschüler (einfache Sprache, Lückentexte)
- Standard: Realschule (Multiple Choice, kurze Antworten)
- Fortgeschritten: Gymnasium (Textanalyse, Argumentation)
Mit Musterlösungen."

Ergebnis: Du bekommst in 30 Sekunden drei verschiedene Arbeitsblätter, die du nur noch anpassen musst.

Zeitersparnis: 2-3 Stunden → 15 Minuten


2. Informationstexte auf verschiedenen Sprachniveaus

Das Problem: Deine Klasse ist heterogen – vom Förderschüler bis zum hochbegabten Kind.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle einen Informationstext zum Thema 'Kaufvertrag' 
in drei Versionen:
1. Einfache Sprache (A2-Niveau, max. 150 Wörter)
2. Standard (B1-Niveau, max. 250 Wörter)
3. Komplex (B2-Niveau, max. 350 Wörter)"

Praxis-Tipp: Starte mit der mittleren Version und lass ChatGPT dann vereinfachen bzw. erweitern.

Follow-up-Prompt:

text"Kannst du Version 1 noch einfacher machen? 
Nutze Bullet Points und konkrete Beispiele aus dem Alltag."

Zeitersparnis: 1-2 Stunden → 10 Minuten


3. Texte in Fremdsprachen übersetzen (mit Niveaustufen)

Das Problem: Du brauchst Texte auf verschiedenen Sprachniveaus für deinen Englisch-/Französischunterricht.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Übersetze diesen deutschen Text ins Englische 
auf drei Niveaus:
- A2 (Anfänger)
- B1 (Mittelstufe)
- C1 (Fortgeschritten)

Text: [DEIN TEXT]"

Bonus: ChatGPT kann dir auch Vokabellisten mit Übersetzungen erstellen.


4. Klausuraufgaben mit Operatoren erstellen

Das Problem: Klausuren erstellen dauert ewig, besonders mit den richtigen Operatoren.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle 5 Klausuraufgaben zum Thema 'AGB' 
mit folgenden Operatoren:
1. 'Nennen' (2 Punkte)
2. 'Erläutern' (4 Punkte)
3. 'Analysieren' (6 Punkte)
4. 'Beurteilen' (8 Punkte)
5. 'Entwickeln' (10 Punkte)
Mit Musterlösungen und Bewertungskriterien."

Profi-Tipp: Lass dir gleich 10-15 Aufgaben erstellen und wähle dann die besten aus.

Zeitersparnis: 2-3 Stunden → 20 Minuten


5. Multiple-Choice-Tests und Quizfragen generieren

Das Problem: MC-Aufgaben mit plausiblen Distraktoren sind schwer zu erstellen.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle ein Quiz mit 10 Multiple-Choice-Fragen 
zum Thema 'Konjunktur' für Klasse 10 Wirtschaft.
- 5 Antwortmöglichkeiten pro Frage
- Nur eine richtige Antwort
- Distraktoren sollen plausibel sein
- Mit Erklärungen zu den Antworten"

Bonus für Kahoot/Quizizz: Exportiere die Fragen direkt und importiere sie in deine Quiz-App.


6. Rechtschreibung und Grammatik korrigieren

Das Problem: 30 Texte korrigieren kostet Stunden deines Lebens.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Korrigiere die Rechtschreib- und Grammatikfehler 
in diesem Text. Liste alle Fehler einzeln auf mit Erklärung.

###
[SCHÜLERTEXT]
###"

Noch besser für Schüler-Feedback:

text"Korrigiere den Text, aber erkläre jeden Fehler so, 
dass ein 12-Jähriger es versteht. Gib Tipps, 
wie man den Fehler in Zukunft vermeidet."

Wichtig: Nutze das nur für deine Vorbereitung, nicht mit echten Schülerdaten!


7. Lernziele nach Bloom’s Taxonomie formulieren

Das Problem: Lernziele klingen oft zu vage oder treffen nicht die richtige Stufe.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Formuliere 6 Lernziele zum Thema 'Französische Revolution' 
nach Bloom's Taxonomie für Klasse 8:
1. Erinnern (Wissen)
2. Verstehen (Verständnis)
3. Anwenden (Anwendung)
4. Analysieren (Analyse)
5. Bewerten (Evaluation)
6. Erschaffen (Synthese)"

Zeitersparnis: 30 Minuten → 2 Minuten


8. Analogien und Metaphern für komplexe Themen finden

Das Problem: Manche Konzepte sind abstrakt – Schüler verstehen sie nicht.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Finde 5 alltagsnahe Analogien, um das Thema 
'Konjunkturpolitik' Jugendlichen zu erklären. 
Die Analogien sollten aus der Lebenswelt von 15-Jährigen stammen 
(Gaming, Sport, Social Media)."

Beispiel-Output:

  • „Konjunkturpolitik ist wie das Balancing in deinem Lieblings-Game…“
  • „Stell dir vor, die Wirtschaft ist wie dein Handy-Akku…“

Schüler verstehen abstrakte Konzepte 3x schneller mit guten Analogien.


9. Konkrete Beispiele aus der Schüler-Lebenswelt

Das Problem: Deine Beispiele sind zu alt oder zu abstrakt für Jugendliche.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Gib mir 5 konkrete Beispiele für 'Sachmangel' 
aus der Lebenswelt von 16-Jährigen. 
Beziehe dich auf Gaming, Smartphones, Mode und Streaming."

Ergebnis: Statt abstrakte Rechtsbeispiele bekommst du Szenarien wie:

  • „Du kaufst ein Gaming-Headset, das nach 2 Wochen nur noch auf einem Ohr funktioniert“
  • „Dein bestelltes T-Shirt hat einen Riss am Ärmel“

Schüler-Engagement steigt massiv mit relevanten Beispielen.


10. Texte zusammenfassen für Schüler mit Leseschwäche

Das Problem: Lange Texte überfordern schwächere Schüler.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Fasse diesen Text in 3 Versionen zusammen:
1. Sehr kurz (5 Bullet Points, A2-Niveau)
2. Mittel (10 Sätze, B1-Niveau)
3. Ausführlich (Zusammenfassung mit Kontext, B2-Niveau)

###
[LANGER TEXT]
###"

Zeitersparnis: 1 Stunde → 5 Minuten


11. Elternbriefe formulieren (auch mehrsprachig)

Das Problem: Elternbriefe müssen professionell, aber verständlich sein – und oft mehrsprachig.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Schreibe einen Elternbrief über die anstehende 
Klassenfahrt nach Berlin. Ton: freundlich, aber professionell. 
Maximal 300 Wörter. Übersetze ihn anschließend ins Türkische, 
Arabische und Englische."

Bonus: ChatGPT kann dir auch schwierige Elterngespräche vorbereiten:

text"Simuliere ein Elterngespräch, bei dem es um schlechte Noten geht. 
Gib mir 5 diplomatische Formulierungen, um das Thema anzusprechen."

12. Unterrichtsplanung: Von der Jahresplanung bis zur Einzelstunde

Das Problem: Du übernimmst plötzlich ein neues Fach oder eine neue Klasse.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle einen Unterrichtsplan für ein Halbjahr 
im Fach Biologie für Klasse 7 Realschule. 
Themen gemäß Lehrplan NRW. 
Format: Wochenplan mit Themen, Zielen und Methoden."

Für Einzelstunden:

text"Erstelle eine 45-minütige Unterrichtsstunde zum Thema 'Photosynthese' 
für Klasse 8. Struktur:
1. Einstieg (5 Min.)
2. Erarbeitung (20 Min.)
3. Sicherung (15 Min.)
4. Transfer (5 Min.)
Mit konkreten Aktivitäten und benötigten Materialien."

Zeitersparnis: 3-4 Stunden → 15 Minuten


13. Kritisches Denken fördern mit Pro/Contra-Argumenten

Das Problem: Schüler sollen lernen, Themen differenziert zu betrachten.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Erstelle eine Pro/Contra-Liste zum Thema 
'Sollte ChatGPT in Schulen verboten werden?'
- 5 Pro-Argumente
- 5 Contra-Argumente
- Jeweils mit Begründung und Gegenargument
Für Klasse 9, verständliche Sprache."

Didaktischer Mehrwert: Schüler lernen, beide Seiten zu sehen und kritisch zu hinterfragen.


14. Kreatives Schreiben mit ChatGPT als Schreibpartner

Das Problem: Schüler haben Schreibblockaden oder keine Ideen.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt für Schüler: "Ich schreibe eine Geschichte über [THEMA]. 
Ich schreibe den ersten Absatz, du schreibst den nächsten. 
Dann bin ich wieder dran. 
Maximal 3 Sätze pro Absatz. Überrasche mich!"

Beispiel:

  • Schüler: „Es war eine dunkle Nacht. Emma hörte ein seltsames Geräusch.“
  • ChatGPT: „Sie öffnete die Tür. Vor ihr stand ein riesiger Roboter mit leuchtenden Augen.“
  • Schüler: „Emma erschrak, aber der Roboter lächelte freundlich…“

Ergebnis: Schüler schreiben doppelt so viel und haben mehr Spaß dabei.


15. Historische Zeitzeugen simulieren für Quellenkritik

Das Problem: Schüler sollen lernen, Quellen kritisch zu hinterfragen.

Die Lösung mit ChatGPT:

textPrompt: "Du bist ein Zeitzeuge der Französischen Revolution. 
Schreibe einen Brief aus der Sicht eines Bürgers in Paris 1789. 
Maximal 250 Wörter. Nutze authentische Details, 
aber schreibe verständlich für Klasse 8."

Didaktische Nutzung:

  1. Schüler lesen den ChatGPT-Text
  2. Sie analysieren: Was ist plausibel? Was fehlt? Was ist zu oberflächlich?
  3. Sie schreiben eine verbesserte Version

Lerneffekt: Schüler lernen Quellenkritik und erkennen, dass KI nicht perfekt ist.


Wie du ChatGPT-Ergebnisse richtig nutzt

✅ Best Practices:

  1. Immer prüfen: ChatGPT macht Fehler, besonders bei Fakten und Daten
  2. Als Startpunkt nutzen: 80% sind oft gut, 20% musst du anpassen
  3. Mehrere Versionen generieren: Lass dir 3-5 Optionen geben und wähle die beste
  4. Iterativ arbeiten: Verfeinere mit Follow-up-Prompts
  5. Kombiniere mit eigener Expertise: Du bist der Pädagoge, ChatGPT ist das Werkzeug

❌ Häufige Fehler vermeiden:

  • ❌ Blind übernehmen ohne Prüfung
  • ❌ Zu vage Prompts („Mach mir was zu Mathe“)
  • ❌ Schülerdaten eingeben (DSGVO!)
  • ❌ ChatGPT als Ersatz für pädagogische Entscheidungen nutzen

DSGVO: Was ist erlaubt, was nicht?

✅ Erlaubt (für Unterrichtsvorbereitung):

  • Materialien erstellen ohne Schülerdaten
  • Allgemeine Themen bearbeiten
  • Texte korrigieren (ohne Namen/Klassen)
  • Unterrichtsplanung

❌ Nicht erlaubt:

  • Schülertexte mit Namen hochladen
  • Noten oder Bewertungen eingeben
  • Persönliche Informationen über Schüler
  • Direkter Einsatz mit Schülern (dafür nutze fobizz oder schulKI)

Faustregel: Nutze ChatGPT für dich, nicht für deine Schüler.

Mehr zu DSGVO-konformen Alternativen: KI-Tools für Lehrer 2025: Die 10 besten kostenlosen Anwendungen


Dein Schnellstart mit ChatGPT

Schritt 1: Heute Abend (10 Minuten)

  1. Gehe auf chat.openai.com und registriere dich
  2. Teste einen der 15 Prompts aus diesem Artikel
  3. Verfeinere das Ergebnis mit einem Follow-up-Prompt

Schritt 2: Diese Woche (30 Minuten)

  1. Wähle 3 Einsatzbeispiele, die zu deinem Unterricht passen
  2. Erstelle eine Prompt-Sammlung in einem Word-Dokument
  3. Nutze ChatGPT für deine nächste Unterrichtsvorbereitung

Schritt 3: Langfristig (1 Stunde)

  1. Experimentiere mit verschiedenen Prompt-Techniken
  2. Baue deine persönliche Prompt-Bibliothek auf
  3. Teile deine besten Prompts mit Kollegen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ChatGPT kostenlos?

Ja, die Basisversion (GPT-4o mini) ist komplett kostenlos und für 90% aller Unterrichtsaufgaben ausreichend. ChatGPT Plus (20€/Monat) bietet Zugang zu GPT-4o und ist schneller, aber nicht zwingend nötig.

Kann ich ChatGPT mit meinen Schülern nutzen?

Nicht direkt, da ChatGPT nicht DSGVO-konform ist. Für Schülereinsatz nutze DSGVO-konforme Alternativen wie fobizz oder schulKI. Du kannst ChatGPT aber für deine eigene Vorbereitung nutzen. Mehr dazu: KI-Tools für Lehrer 2025 im Vergleich

Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?

ChatGPT macht häufig Fehler bei Fakten, Daten und spezialisiertem Wissen. Nutze es als ersten Entwurf, den du immer prüfst und anpasst. Besonders bei historischen Daten, wissenschaftlichen Fakten und Mathe-Aufgaben: Immer gegenchecken!

Kann ChatGPT meine Arbeit als Lehrkraft ersetzen?

Nein. ChatGPT ist ein Werkzeug, das Routineaufgaben übernimmt. Pädagogische Entscheidungen, Beziehungsaufbau und individuelle Förderung bleiben deine Kernaufgaben. ChatGPT gibt dir Zeit zurück, die du für das Wichtigste nutzen kannst: deine Schüler.

Was mache ich, wenn die Ergebnisse schlecht sind?

Verfeinere deinen Prompt. Häufigste Ursachen für schlechte Ergebnisse:

  • Zu vage Anweisungen
  • Fehlender Kontext (Klasse, Niveau, Ziel)
  • Keine Rolle zugewiesen
  • Zu komplexe Aufgabe auf einmal

Lösung: Teile komplexe Aufgaben in kleinere Schritte und gib mehr Details.

Wie lange brauche ich, um ChatGPT zu lernen?

10-15 Minuten für die Basics. Nach 1-2 Stunden Experimentieren wirst du bereits produktiv. Die Lernkurve ist flach – du kannst sofort loslegen.

Welche Fächer profitieren am meisten?

Alle Fächer! Besonders stark:

  • Sprachen: Texte, Übersetzungen, Grammatik
  • Gesellschaftswissenschaften: Quellenkritik, Pro/Contra-Debatten
  • MINT: Aufgaben, Erklärungen, Analogien
  • Wirtschaft/Politik: Fallstudien, Szenarien

Kann ich ChatGPT für Korrekturen nutzen?

Ja, aber nur für deine Vorbereitung ohne Schülerdaten. ChatGPT erkennt Rechtschreib- und Grammatikfehler zuverlässig und kann Verbesserungsvorschläge machen. Für echte Schülertexte nutze DSGVO-konforme Tools oder korrigiere manuell.

Was ist mit Bias und Vorurteilen?

ChatGPT kann kulturelle Vorurteile und westliche Perspektiven reproduzieren. Besonders bei gesellschaftlichen Themen: Kritisch prüfen und mit anderen Quellen vergleichen. Nutze es als Startpunkt, nicht als Wahrheit.

Wie kann ich meine Prompts verbessern?

Üben, üben, üben. Die besten Prompt-Strategien:

  • Konkrete Beispiele geben („Wie dieser Text: …“)
  • Format vorgeben („Als Tabelle mit 3 Spalten“)
  • Länge begrenzen („Maximal 200 Wörter“)
  • Mehrere Versionen anfordern („Gib mir 5 Optionen“)

Gibt es Alternativen zu ChatGPT?

Ja! Für deutschen Schulkontext besonders relevant:

  • fobizz (DSGVO-konform, mit Schülerzugang)
  • schulKI (DSGVO-konform, sehr günstig)
  • Google Gemini (kostenlos, multimodal)
  • Claude (besonders gut für lange Texte)

Detaillierter Vergleich: KI-Tools für Lehrer 2025: Die 10 besten kostenlosen Anwendungen


Dein nächster Schritt

ChatGPT kann deine Unterrichtsvorbereitung revolutionieren – wenn du heute startest. Warte nicht auf die perfekte Fortbildung oder den idealen Moment.

Konkrete Aktion für heute Abend:

  1. Öffne chat.openai.com
  2. Kopiere einen Prompt aus diesem Artikel
  3. Verfeinere das Ergebnis mit 2-3 Follow-up-Prompts
  4. Nutze das Material in deinem nächsten Unterricht

Die meisten Lehrkräfte berichten: Nach der ersten erfolgreichen Nutzung willst du ChatGPT nicht mehr missen.


Weitere hilfreiche Ressourcen:

Welche ChatGPT-Idee wirst du zuerst ausprobieren? Schreib es in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Wie KI den Schulalltag verändert – Wirklich (und nicht nur in der Theorie)

Lesedauer 5 Minuten

Wenn KI dein Leben als Lehrer einfacher macht – Wirklich (und nicht nur in der Theorie)

Es ist Montagmorgen, 7:30 Uhr. Du sitzt noch im Auto, checkst dein Handy, und die erste Nachricht im Schul-Chat: „Können wir heute noch Materialien für die Vertretung bereitstellen? Der Kollege ist krank.“

Du hast keine Zeit. Du hast ohnehin schon genug auf dem Zettel. Und jetzt das.

Genau in so einem Moment hilft dir KI. Nicht irgendwann. Sondern jetzt sofort.


Der ehrliche Start: Was ändert sich wirklich?

KI ist nicht kommt-noch-irgendwann-wichtig. Sie ist schon da. Und wer sie nutzt, merkt sofort: Der Alltag wird leichter.

Nicht weil sie dich als Lehrer ersetzt (das macht sie nicht). Sondern weil sie die nervigen Dinge macht, die dir Zeit kosten.

  • Arbeitsblätter in Minuten statt Stunden
  • Individualisierte Materialien für verschiedene Leistungsstufen
  • Klausuren und Tests vorbereiten – automatisch
  • Feedback automatisieren statt selbst alles korrigieren
  • Dokumentation: Die KI übernimmt die Zusammenfassung

Das ist nicht Zukunft. Das ist Dienstag nächste Woche.


Wofür lohnt sich KI wirklich im Schulalltag?

Arbeitsblätter, die Minuten statt Stunden dauern

Dein Thema: „Photosynthese, Klasse 7, drei Niveaus“

Normalerweise: Du sitzt zwei Stunden dran, schreibst, differenzierst, checkst, überarbeitest.

Mit ChatGPT: Du gibst das Thema ein → nach 30 Sekunden hast du fertige Arbeitsblätter für einfach, mittel, schwer. Du checkst kurz durch → fertig.

Die Zeit, die du sparst, gehört deinen Schülern, nicht dem Papierberg.


Klausuren & Tests, die selbst korrigieren

Eine Mathe-Klausur. 30 Schüler. Normalerweise sitzt du drei Stunden dran.

Mit KI-gestützten Korrektur-Tools (wie fobizz oder schulKI): Du lädst die digitalen Antworten hoch → die KI bewertet sie → du checkst nur noch kritische Fälle → fertig.

Nicht nur schneller. Die Bewertung ist auch objektiver.


Automatisiertes Feedback (und du machst weniger Schreibarbeit)

Ein Schüler schreibt einen Essay. Mit KI-Feedback-Tools:

  • Die KI gibt strukturiertes Feedback (Grammatik, Stil, Inhalt, Argumentation)
  • Der Schüler korrigiert selbst basierend auf dem Feedback
  • Du checkst nur noch die finale Version

Du sparst dir Stunden Korrekturarbeit. Der Schüler lernt mehr (weil er selbst korrigiert).


Individualisierte Aufgaben für heterogene Klassen

Ein Schüler hat Schwierigkeiten mit Bruchrechnung. Die Klasse arbeitet an Dezimalzahlen.

Mit KI (z.B. Diffit oder Canva): Du erstellst in 2 Minuten ein Arbeitsblatt genau auf seinem Niveau, mit verständlichen Erklärungen und einfachen Beispielen.

Das ist echte Differenzierung. Nicht als Konzept, sondern als praktische Realität.


Unterrichtsvorbereitung, die nicht dein ganzes Wochenende frisst

Du musst eine neue Unterrichtsreihe planen. Normalerweise: Recherche, Struktur überlegen, Arbeitsblätter, Tafelbilder, Hausaufgaben.

Mit KI: Du gibst das Thema ein → die KI schlägt Stundenabläufe vor → du wählst aus → anpassen → fertig.

Du brauchst nicht alles selbst zu erfinden. Du leitest nur noch.


Schülerdokumentationen schreiben (ohne dabei zu sterben)

Ein Zeugnis schreiben. Ein Halbjahresbericht. Ein Förderplan. Das kostet Zeit.

Mit KI: Du gibst die wichtigsten Punkte zu einem Schüler ein → die KI formuliert einen professionellen Text → du liest durch → fertig.

Der Text klingt besser. Du brauchst weniger Zeit. Der Schüler bekommt aussagekräftigeres Feedback.


🎓

KI-Kompetenz für Bildungsprofis – Dein strukturierter Einstieg.

Du möchtest KI systematisch und mit Zertifikat meistern? Der Online-Kurs „KI-Kompetenz für Bildungsprofis“ von Lairnen zeigt dir in flexiblen Lernzeiten, wie du KI professionell in deinem Unterrichts-Alltag einsetzt – mit praktischen Beispielen, sofort umsetzbaren Workflows und offiziellem Zertifikat nach Abschluss.

  • 📜 Offizielles Zertifikat nach Kursabschluss
  • ⏱️ Flexible Lernzeiten – im eigenen Tempo
  • 🎯 Praxisbeispiele speziell für Bildung
  • 👥 Sonderkonditionen für Teams & Organisationen
Zum Kurs

Online-Kurs • Mit Zertifikat • Für Einzelne & Teams

Die Ängste, die jeder hat (und warum sie unbegründet sind)

„KI ersetzt mich doch irgendwann?“

Nein. KI kann Arbeitsblätter schreiben, Texte korrigieren, Pläne erstellen. Sie kann nicht:

  • Mit einem Schüler sitzen, der gerade Angst vor einer Klausur hat
  • Merken, wenn etwas im Klassenklima nicht stimmt
  • Eine spontane Diskussion leiten
  • Erkennen, welcher Schüler gerade deine Aufmerksamkeit braucht
  • Eine motivierende Beziehung zu deinen Schülern aufbauen
  • Disziplin durchsetzen oder Grenzen setzen

Das sind deine Jobs. Die bleiben. Für immer.

Was sich ändert: Du machst weniger Papierkram und hast mehr Zeit für das, was wirklich zählt.


Wie du konkret startest (diese Woche, nicht irgendwann)

Schritt 1: Ein Problem auswählen (nicht alles auf einmal)

Nicht: „Ich optimiere meinen kompletten Unterricht.“

Sondern: „Ich brauch nächste Woche ein Arbeitsblatt für Klasse 9 zum Thema Weimarer Republik, drei Schwierigkeitsstufen.“

Das ist konkret. Das funktioniert.

Schritt 2: Ein Tool öffnen

Einfach ChatGPT öffnen oder Canva for Education für schöne Materialien.

Beide kostenlos. Beide funktionieren auf Deutsch.

Schritt 3: Dein Problem eingeben

"Erstelle ein Arbeitsblatt zum Thema Weimarer Republik für Klasse 9.
Schwierigkeitsstufen: einfach, mittel, schwer.
Mit Bildern und Lösungen."

Das war’s.

Schritt 4: 30 Sekunden warten

Und dann: Copy-Paste in Word oder direkt ausdrucken.

Schritt 5: Kurz checken

Passt es? Dann ab damit zu den Schülern.

Passt nicht? Sag der KI Bescheid: „Mach die Fragen noch kniffliger für die schwere Variante“ – und sie macht es.


Die wichtigsten Tools für den Einstieg

Für Arbeitsblätter & Unterrichtsideen:
ChatGPT (kostenlos) – Der Allrounder, einfach zu bedienen

Für schöne Materialien & Design:
Canva for Education (kostenlos für Lehrer) – Professionelle Designs ohne Design-Kenntnisse

Für DSGVO-sicheres Arbeiten mit Schülerdaten:
fobizz (kostenlos Basis) – Speziell für deutsche Schulen, mit EU-Servern

Für Differenzierung & verschiedene Textlevel:
Diffit (kostenlos) – Ein Text → automatisch angepasst für Klasse 5, 7, 9, etc.

Für Klausurvorbereitung & Lernmaterialien:
Quizlet (kostenlos) – Lernkarten mit KI-Unterstützung


Was die Forschung sagt (für alle, die Zahlen brauchen)

Das Schulbarometer 2025 zeigt: 56% der Lehrkräfte nutzen bereits KI-Tools für die Unterrichtsplanung. Die Quote steigt jeden Monat.

Lehrkräfte berichten durchschnittlich 4–10 Stunden Zeitersparnis pro Woche.

Quelle: Schulbarometer der Deutschen Telekom Stiftung

Das ist keine Theorie. Das sind reale Zahlen von realen Lehrern.


Die unbequeme Wahrheit

Die Schulen, die jetzt KI-Kompetenz aufbauen, werden 2026 deutlich entlasteter arbeiten als die, die noch warten.

Die Lehrkräfte, die jetzt ausprobieren, werden keine Anfängerfehler mehr machen, wenn KI in der Schule Standard ist.

Und deine Schüler werden von besserer Differenzierung, weniger frustriertem Lehrpersonal und mehr individualisierter Aufmerksamkeit profitieren.


FAQ: Die Fragen, die wirklich wichtig sind

F: Brauche ich Angst vor Datenschutz zu haben?

A: Mit deutschsicheren Tools wie fobizz: Nein. Mit US-Tools wie ChatGPT: Nur für deine private Vorbereitung nutzen, nicht mit Schülerdaten.


F: Ich bin älterer Lehrer – kann ich das überhaupt lernen?

A: Ja. Wenn du eine E-Mail schreiben kannst, kannst du KI nutzen. Das ist kein Code, das ist Text. Sätze eingeben, fertig.


F: Spart mir KI wirklich Zeit oder ist das nur Hype?

A: Die Zahlen sind eindeutig: 4–10 Stunden pro Woche. Das ist real. Probier es diese Woche aus – du wirst es selbst merken.


F: Muss ich das alles allein machen, oder können Kolleg:innen helfen?

A: Besser mit Kolleg:innen. Wer zusammen mit 2–3 anderen startet, lernt schneller und kann sich austauschen. Ideal: Ein Kollege oder eine Kollegin, die ähnliche Probleme hat.


F: Was passiert, wenn die KI mir Blödsinn generiert?

A: Das passiert. Dann sagst du ihr Bescheid oder fragst anders. Das ist völlig normal. Nach 2–3 Versuchen sitzt es meist.


F: Rechnet sich der Aufwand wirklich?

A: Wenn du eine Stunde investierst, um das erste Mal ChatGPT zu nutzen, und danach 4 Stunden pro Woche sparst: Ja, das rechnet sich in einer Woche.


F: Kann ich KI auch für die Vorbereitung von Prüfungen einsetzen?

A: Absolut. KI hilft dir bei der Erstellung von Übungsaufgaben, bei der Formulierung von Prüfungsfragen und sogar bei der Erstellung von Musterlösungen. Das spart unglaublich viel Zeit.


Fazit: Die Zeit ist jetzt

KI verändert den Schulalltag nicht irgendwann in der Zukunft. Sie ändert ihn jetzt, in diesem Moment.

Die Frage ist nicht: „Soll ich KI nutzen?“ (Das ist optional.)

Die Frage ist: „Wann fange ich an?“ (Das ist strategisch.)

Die beste Zeit war vor drei Monaten. Die zweitbeste Zeit ist diese Woche.

Öffne ChatGPT. Gib dein nächstes Problem ein. Staune über das Ergebnis. Nutze es im Unterricht.

Mehr brauchst du nicht zum Starten.

Deine Schüler werden es dir danken. Und dein Stress-Level auch.

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