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Schlagwort: KI im Unterricht

KI im Unterricht: Der praktische Einstieg für Lehrkräfte ohne Vorkenntnisse

Lesedauer 9 Minuten
Inhalt

Die Glocke klingelt – und du sitzt im Lehrerzimmer. Auf dem Tisch liegt ein Artikel über ChatGPT, auf deinem Handy eine Benachrichtigung über ein neues KI-Tool. Alle sprechen darüber. Manche Kollegen nutzen es schon. Und du denkst: „KI im Unterricht? Klingt kompliziert. Ich verstehe nicht mal, wie das funktioniert. Kann ich das wirklich nutzen?“

Die gute Nachricht: KI im Unterricht ist nicht kompliziert – und du brauchst dafür keine Vorkenntnisse.

Tatsächlich nutzen bereits Tausende Lehrkräfte in Deutschland KI-Tools wie ChatGPT, um Elternbriefe schneller zu schreiben, Arbeitsblätter zu generieren oder Unterrichtsstunden zu planen. Nicht um Schüler zu ersetzen, sondern um selbst weniger Zeit in Verwaltung zu investieren – und mehr Zeit für echten Unterricht zu haben.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie KI im Unterricht konkret funktioniert, welche Tools es gibt, wie du sicher anfängst und welche praktischen Anwendungen sofort möglich sind. Keine Theorie, keine Angst – nur praktische Schritte, die du heute noch umsetzen kannst.

1. Was ist KI im Unterricht wirklich?

Viele Lehrkräfte denken bei KI im Unterricht sofort an Sci-Fi: Roboter im Klassenzimmer, Schüler sprechen nur noch mit Maschinen, der Unterricht wird völlig digitalisiert.

Das ist nicht, wovon wir hier sprechen.

KI im Unterricht bedeutet in der Realität: Du nutzt intelligente Tools, um deine Arbeit zu erleichtern. Punkt.

Konkrete Beispiele für KI im Unterricht:

  • Elternbrief schreiben: Du sagst der KI „Schreib einen Elternbrief über unser Schulausflug, warm, kurz, 5 Sätze“ → Fertig in 30 Sekunden (statt 15 Minuten)
  • Arbeitsblätter erstellen: Du fragst KI „Gib mir 10 Mathe-Aufgaben für Klasse 5 zum Thema Bruchrechnung, 3 Schwierigkeitsstufen“ → Instant Ergebnis
  • Stundenvorbereitung: Du fragst „Erstelle einen Stundenablauf für 45 Min Englisch-Unterricht, Thema Restaurant, mit Differenzierung“ → Die KI liefert eine komplette Gliederung
  • Schüler-Fragen beantworten: Ein Schüler fragt dich was Kompliziertes. Du stellst die gleiche Frage der KI, verstehst die Antwort besser – und erklärst es dann den Schülern

Das ist KI im Unterricht: Ein intelligenter Assistent, der dir stupide, zeitraubende Aufgaben abnimmt.

Wichtig: Wo KI im Unterricht NICHT deine Rolle ersetzt

  • Beziehung zu Schülern aufbauen ❌
  • Pädagogische Entscheidungen treffen ❌
  • Schüler motivieren ❌
  • Kreative Unterrichtsmethoden designen ❌ (Okay, KI kann hier brainstormen, aber nur als Assistent)

KI im Unterricht ist nicht der Feind. KI im Unterricht ist dein Werkzeug – wie Word oder PowerPoint, nur intelligenter.


2. Warum ist KI im Unterricht für dich relevant – und nicht nur für Tech-Nerds?

Hier eine ehrliche Statistik: Deutsche Lehrkräfte geben durchschnittlich 17–25 Stunden pro Woche außerhalb des Unterrichts für Planung, Korrektur und Verwaltung aus.

Das ist JEDE Woche. Unbezahlt.

KI im Unterricht könnte 3–5 dieser Stunden sparen.

Warum ist KI im Unterricht JETZT relevant?

Grund 1: Schüler nutzen KI längst

Ob du KI im Unterricht einsetzt oder nicht – deine Schüler machen es bereits. 60–70 % der Schüler ab Klasse 7 nutzen ChatGPT regelmäßig (TU Darmstadt, 2024). Die Frage ist nicht „Sollen Schüler KI nutzen?“, sondern „Wie lehren wir einen verantwortungsvollen Umgang?“

Grund 2: Kolleg:innen nutzen es schon

Wenn nicht du, dann andere Lehrkräfte. Und diejenigen, die KI im Unterricht nutzen, sparen Zeit und Stress ein. Das ist ein Vorteil, den du nicht ignorieren solltest.

Grund 3: Die Lernmotivation steigt

Mit KI im Unterricht kannst du schneller differenzieren, schneller individualisieren, schneller auf Schülerfragen eingehen. Das macht Unterricht besser.

Grund 4: Es ist einfacher als du denkst

Du brauchst kein Informatik-Studium. Du brauchst nur Google, ChatGPT und 10 Minuten Muße. Das war’s.


3. Die beliebtesten KI-Tools für Lehrkräfte (und wie du wählst)

Es gibt dutzende KI-Tools. Welche brauchst du wirklich für KI im Unterricht?

Für den Einstieg: Exakt eine. Mehr nicht.

Die Top 3 für KI im Unterricht (für Anfänger)

ToolKostenlos?Best fürEinstieg
ChatGPTJa (kostenlose Version)Texte, Fragen, Brainstorming⭐⭐⭐⭐⭐ Easiest
Google GeminiJaÄhnlich wie ChatGPT, kostenlos, einfach⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr einfach
FobizzTeilweise (für Schulen)Unterrichtstools speziell für Lehrkräfte⭐⭐⭐⭐ Schulspezifisch

Meine Empfehlung für deinen Anfang mit KI im Unterricht: Starte mit ChatGPT kostenlos.

Warum? Weil es am weitesten verbreitet ist, tausende Tutorials gibt und fast alle Lehrkräfte es nutzen. Du wirst schnell Kolleg:innen finden, die dir helfen können.

Falls du mehr über die Unterschiede zwischen Tools wissen möchtest: Schau dir unseren Vergleich ChatGPT vs. Claude vs. Gemini an – dort erklären wir die Nuances genauer.

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4. 5 konkrete Anwendungsszenarien: KI im Unterricht in der Praxis

Szenario 1: Der Elternbrief (10 Minuten statt 45 Minuten)

Das Problem: Du musst einen Elternbrief über das Schulprojekt schreiben. Normalerweise: Recherche, Gedanken sammeln, schreiben, überarbeiten, nochmal Überarbeiten. 45 Minuten weg.

Mit KI im Unterricht:

  1. Du öffnest ChatGPT
  2. Du schreibst: „Schreib einen freundlichen Elternbrief unserer Schule. Thema: Projektfahrt nach Berlin, 5 Tage, Kosten 250€, Abfahrt Montag 7 Uhr. Wichtig: Warm, nicht zu lang, kurz die Lernziele erklären. Tone: Professionell aber nahbar.“
  3. ChatGPT liefert in 10 Sekunden einen fertigen Brief
  4. Du liest über, änderst 2–3 Sätze (wird persönlicher)
  5. Fertig. 10 Minuten Gesamtzeit.

Das ist KI im Unterricht bei der Arbeit.

Szenario 2: Differenziertes Arbeitsblatt (20 Min statt 1,5 Std)

Das Problem: Du brauchst Mathe-Aufgaben für deine Klasse. Aber 5 Schüler sind schwächer, 5 besser, 15 mittelmäßig. Du müsstest 3 verschiedene Arbeitsblätter erstellen. Unmöglich zeitlich.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle 10 Mathe-Aufgaben zum Thema Prozentrechnung. 3 Schwierigkeitsstufen: Level 1 (einfach), Level 2 (mittel), Level 3 (schwierig). Pro Stufe 4 Aufgaben. Zielgruppe Klasse 8.“
  2. ChatGPT liefert alle 12 Aufgaben in 20 Sekunden
  3. Du druckst aus, schneidest auf 3 Blätter auf
  4. Alle Schüler arbeiten an dem gleichen Thema, jeder in seinem Tempo. Fertig.

Das erspart dir über 1 Stunde Zeit und ist pädagogisch sauberer.

Szenario 3: Schülerfragen beantworten (schneller erklären)

Ein Schüler fragt dich: „Herr Meyer, warum ist das Skalarprodukt wichtig? Wir rechnen ja nie damit im echten Leben.“

Mit KI im Unterricht, um besser zu erklären:

  1. Du nimmst schnell dein Handy
  2. „ChatGPT, ein Schüler fragt warum Skalarprodukte wichtig sind. Gib mir 2–3 praktische Alltags-Beispiele, die Schüler verstehen (nicht nur Physik)“
  3. ChatGPT liefert dir in 10 Sekunden gute Beispiele (Videospiele, Navigation, Technik)
  4. Du erklärst dem Schüler viel besser und überzeugender

Das macht dich als Lehrer besser – du kannst schneller bessere Erklärungen liefern.

Szenario 4: Stundenplanung (statt 2 Std nur 20 Min)

Das Problem: Du unterrichtest ein neues Thema nächste Woche und willst eine gute Stundenvorbereitung.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Erstelle einen 45-Min-Stundenablauf für Klasse 7 Englisch. Thema: Past Tense. Schüler haben Vorkenntnisse. Ich möchte: Einstieg (5 min), Erarbeitung (20 min), Übung (15 min), Sicherung (5 min). Mit konkreten Aktivitäten.“
  2. KI liefert einen kompletten, realistischen Stundenablauf in 30 Sekunden
  3. Du überprüfst, passt an, druckst aus
  4. Fertig in 20 Minuten Gesamtzeit

Szenario 5: Schnelle Material-Recherche (statt 20 Min nur 2 Min)

Du brauchst schnell 5 interaktive Aufgaben zum Thema Klimawandel.

Mit KI im Unterricht:

  1. „Gib mir 5 interaktive Aufgaben für Klasse 9 zum Thema Klimawandel. Sollte Gruppenarbeit sein, Dauer je 10 Minuten.“
  2. KI liefert sofort 5 konkrete Aufgaben
  3. Du nutzt sie direkt im Unterricht

Das funktioniert besser und schneller als Google zu bemühen.


5. Dein erster Tag: KI im Unterricht Schritt für Schritt ausprobieren

Phase 1: Account erstellen (5 Minuten)

  1. Öffne openai.com (kostenlos)
  2. Klicke „Sign Up“
  3. E-Mail-Adresse eingeben (nicht unbedingt deine Schulmail, wenn du datenschutzbewusst sein möchtest)
  4. Passwort setzen
  5. Fertig. Du hast einen ChatGPT-Account.

Kosten: 0 €

Phase 2: Erste einfache Frage (5 Minuten)

Schreib ChatGPT eine einfache Frage:

„Schreib eine kurze, freundliche Email an einen Schüler, der häufig zu spät zu meiner Mathe-Stunde kommt. Ich möchte sachlich bleiben, aber auch verstehen, ob alles okay ist. Nicht zu lang.“

Beobachte, was ChatGPT antwortet. Die Antwort wird gut sein. Wirklich.

Phase 3: Antwort editieren (2 Minuten)

ChatGPT wird eine nette Email schreiben. Du wirst wahrscheinlich denken: „Hm, das ist gut, aber zu formal“ oder „Das passt nicht ganz zu meinem Stil.“

Kein Problem. Schreib einfach:

„Das ist gut, aber mach es etwas weniger formal. Füg einen persönlicheren Satz ein am Ende, nach meinem Namen.“

ChatGPT bearbeitet sofort nach deinen Wünschen.

Phase 4: Nutzen (1 Minute)

Kopiere den Text, schreib die Email, sende sie ab. Fertig.

Gesamtzeit für diese komplette Email mit Überlegungen: 10 Minuten

Normalerweise: 25 Minuten

Das ist KI im Unterricht.


6. KI im Unterricht: Sicherheit, Datenschutz und rechtliche Fragen

Jetzt die wichtige Frage, die viele haben: Darf ich ChatGPT in der Schule nutzen? Was ist mit Datenschutz?

Die rechtliche Situation (Stand Dezember 2025)

Gute Nachricht: Es ist nicht verboten. Es ist auch nicht unklar. Die Lage ist tatsächlich relativ klar:

  • ✅ ChatGPT kostenlos privat nutzen: Okay
  • ✅ Mit der kostenlosen Version arbeiten: Okay
  • ✅ Arbeitsblätter generieren: Okay
  • ⚠️ Schülerdaten eingeben: NICHT okay
  • ⚠️ Namen von Schülern nennen: NICHT okay
  • ⚠️ Schulmail nutzen zum Registrieren: Frag deine Schulleitung

Praktische Faustregel für KI im Unterricht:

Gib der KI keine echten Namen, keine echten Daten von Schülern/Klassen ein. Alles andere ist okay.

❌ FALSCH: „Max hat ein Verhaltensproblem. Schreib einen Elternbrief über Max.“

✅ RICHTIG: „Schreib einen Elternbrief über ein Verhaltensproblem eines Schülers.“

Datenschutz: Sichere Nutzung von KI im Unterricht

  1. Keine echten Namen: Schreib „ein Schüler“ statt „Max Meyer“
  2. Keine Schuldaten: „Eine Schulfahrt nach Berlin“ statt „Einweihungsfahrt Gymnasium X“
  3. Keine Schülerdaten: Keine Noten, keine Adressen, keine besonderen Informationen
  4. Kostenlose Version okay: Die kostenlose ChatGPT speichert deine Daten nicht für Training (seit 2025 Standard)

Wenn deine Schule spezifische KI-Tools vorgibt (wie Fobizz oder Schuldig): Nutze die lieber, die sind speziell datenschutzgeprüft.

Wenn du unsicher bist: Frag deine Schulleitung oder den Datenschutzbeauftragten. Die freuen sich normalerweise, dass Lehrkräfte sich damit beschäftigen.


7. Häufige Fehler vermeiden – das solltest du über KI im Unterricht wissen

Fehler 1: Du gibst KI-Texte 1:1 an Schüler

Falsch: KI generiert ein Arbeitsblatt → Du druckst es sofort aus

Richtig: KI generiert Idee → Du prüfst, überarbeitest, machst es persönlich

Die beste KI im Unterricht ist KI, die deine Arbeit unterstützt, nicht ersetzt.

Fehler 2: Du vertraust KI blind

KI kann falsche Informationen erfinden (genannt „Halluzinationen“). Besonders bei Fachfragen solltest du überprüfen.

Beispiel: „Wer war der erste Kanzler Deutschlands?“ ← Darauf antwortet KI zuverlässig.

Aber: „Nennen Sie alle Experimente von Pasteur zu Gärung“ ← Hier kann KI erfundene „Experimente“ nennen.

Faustregel: Vertrau KI bei Fakten nicht blind. Überprüfe bei wichtigen Themen.

Fehler 3: Du nutzt KI nur für Verwaltung

Viele denken: „KI im Unterricht ist nur für Elternbriefe und Arbeitsblätter.“

Nein. KI kann auch:

  • Schülerfragen beantworten (Lernunterstützung)
  • Diskussionsfragen generieren
  • Differenzierungs-Ideen liefern
  • Feedback-Vorschläge machen

Der beste KI-Unterricht nutzt KI zur echten Unterrichtsqualität, nicht nur zur Admin-Ersparnis.

Fehler 4: Du machst es zu kompliziert

Viele Lehrkräfte denken: „Ich muss perfekte Prompts schreiben, sonst geht es nicht.“

Quatsch. Diese einfachen Prompts funktionieren:

  • „Schreib einen Elternbrief“
  • „Gib mir 5 Ideen für“
  • „Erklär mir was ein X ist“
  • „Erstelle ein Arbeitsblatt zu Thema Y“

Du brauchst nicht noch einen Kurs zu „Prompt Engineering“. Einfach ausprobieren.


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8. FAQ: KI im Unterricht – deine Fragen beantwortet

F: Ersetzt KI mich als Lehrer?

A: Nein. KI kann keine Beziehung zu Schülern aufbauen, kann nicht motivieren, kann nicht adaptiv reagieren auf Emotion. Das ist deine Aufgabe. KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz.

F: Muss ich KI im Unterricht einsetzen? Passiert mir was, wenn ich es nicht tue?

A: Nein, es ist nicht verpflichtend. Es ist eine Möglichkeit. Aber: In 3–5 Jahren wird es Standard sein. Jetzt anfangen ist smart – dann machst du weniger Fehler.

F: Ich verstehe nicht, wie KI funktioniert. Muss ich das, um KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein. Du musst nicht wissen, wie ein Auto funktioniert, um es zu fahren. Genauso mit KI. „Was es macht“ ist wichtiger als „wie es funktioniert.“

F: Ist es ethisch fragwürdig, KI im Unterricht zu nutzen?

A: Nein, wenn du es verantwortungsvoll nutzt. Es ist sogar pädagogisch wertvoll – Schüler sollen lernen, mit KI umzugehen, nicht sie zu ignorieren.

F: Was, wenn meine Schule KI verbietet?

A: Dann kannst du zu Hause damit experimentieren, um selbst sicherer zu werden. Und du kannst im Kollegium für eine offenere Haltung werben. Viele Schulverbote sind aus Angst, nicht aus echtem Grund.

F: ChatGPT ist doch kostenpflichtig?

A: Es gibt eine kostenlose Version, die völlig ausreicht. ChatGPT Plus (20€/Monat) ist nur für Power-User. Anfänger brauchen das nicht.

F: Welche KI im Unterricht sollte ich nehmen – ChatGPT, Gemini, Claude?

A: Für den Anfang: ChatGPT. Es ist am meisten dokumentiert. Später kannst du andere ausprobieren. Mehr dazu in unserem ChatGPT vs. Claude vs. Gemini Vergleich.

F: Wenn ich KI im Unterricht nutze, muss ich das den Schülern sagen?

A: Wenn du KI-generierte Arbeitsblätter nutzt, sollten Schüler das wissen. Offenheit ist wichtig. Du könntest sogar sagen „Das Arbeitsblatt ist von einer KI, schaut, wie es ist!“ – großartig für Medienkompetenz.


9. Dein Aktionsplan: Nächste Woche mit KI im Unterricht starten

Diese Woche (3 Stunden total)

Montag (30 Min): ChatGPT-Account erstellen (openai.com)

Dienstag (30 Min): Erste Prompts ausprobieren. Einfach spielen.

Mittwoch (30 Min): Ein echtes Problem von dir mit KI lösen. Elternbrief, Arbeitsblatt, Stundenplanung.

Donnerstag (30 Min): Eine Kollegin/einen Kollegen fragen: „Hey, nutzt ihr KI im Unterricht?“ Sich austauschen.

Freitag (30 Min): Reflexion: Was hat geklappt? Wo brauchte ich Hilfe? Wie geht’s nächste Woche weiter?

Nächste Woche (Umsetzung)

  • Ein echtes Material mit KI im Unterricht erstellen und nutzen
  • Falls du noch unsicherer bist: Unser kostenloser Ratgeber „Entspannter durch den Bildungsalltag“ hat 25 fertige Prompts für dich – einfach kopieren, nutzen, Zeit sparen.

Wenn du strukturierter lernen möchtest

Falls du tiefer in KI im Unterricht einsteigen möchtest – nicht nur Prompts, sondern echte Kompetenz:

Die Fortbildung KI-Kompetenz für Bildungsprofis bringt dir systematisch bei, wie du KI in allen Bereichen deines Schulalltags einsetzt: Planung, Unterricht, Dokumentation, Elternkommunikation. Mit Zertifikat und flexiblen Lernzeiten.


Fazit: KI im Unterricht ist dein Anfang

KI im Unterricht ist nicht die Zukunft – es ist jetzt. Und der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, ist heute.

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Du brauchst keine Angst zu haben. Du brauchst nur:

  1. Einen kostenlosen ChatGPT-Account (5 Min)
  2. Ein Problem, das KI lösen könnte (Elternbrief, Arbeitsblatt, Planung)
  3. Deine Bereitschaft, es auszuprobieren (30 Minuten)

Mehr nicht.

In 2–3 Wochen wirst du dich fragen: „Wie habe ich das vorher gemacht?“ Dann wirst du pro Woche 3–5 Stunden sparen und diese Zeit für das nutzen, was wirklich zählt: deine Schüler.

Das ist KI im Unterricht.

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KI Halluzinationen: Was sie sind und wie du sie vermeidest

Lesedauer 10 Minuten
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Als Lehrer:in oder Erzieher:in nutzt du wahrscheinlich bereits KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini für deine Unterrichtsvorbereitung. Doch hast du schon einmal erlebt, dass eine KI dir mit großer Selbstsicherheit völlig falsche Informationen präsentiert hat? Dieses Phänomen nennt man KI Halluzinationen – und es ist eines der größten Risiken beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich.

In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du, was KI Halluzinationen sind, warum sie entstehen und vor allem: wie du sie erkennst und vermeidest. Denn nur wer die Mechanismen versteht, kann KI verantwortungsvoll im Unterricht einsetzen.

Was sind KI Halluzinationen? Definition und Beispiele

KI Halluzinationen sind ein Phänomen, bei dem große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) Informationen generieren, die faktisch falsch, unsinnig oder frei erfunden sind – diese aber mit absoluter Überzeugung präsentieren. Der Begriff mag paradox klingen, schließlich assoziieren wir Halluzinationen normalerweise mit menschlichen Gehirnen. Doch die Metapher trifft den Kern: Die KI „sieht“ Muster oder Zusammenhänge, die nicht existieren, und produziert daraus scheinbar plausible, aber falsche Ausgaben.

Im Gegensatz zu einem Taschenrechner, der deterministisch arbeitet und immer das gleiche korrekte Ergebnis liefert, funktionieren Sprachmodelle stochastisch. Sie berechnen Wahrscheinlichkeiten für das nächste Wort in einer Sequenz – und können dabei grandios danebenliegen.

Konkrete Beispiele für KI Halluzinationen im Bildungskontext

Stell dir vor, du fragst ChatGPT nach den Ursachen des Ersten Weltkriegs für deine 9. Klasse. Die KI antwortet eloquent und detailliert – nennt aber fälschlicherweise den „Vertrag von Paris 1913“ als Auslöser. Dieser Vertrag existiert nicht, klingt aber plausibel. Oder du bittest um Literaturempfehlungen zu einem speziellen Thema, und die KI erfindet Buchtitel mit Autor:innen, ISBN-Nummern und Verlagen – alles komplett frei erfunden, aber perfekt formatiert.

Ein besonders problematisches Beispiel aus der Praxis: Ein Anwalt nutzte ChatGPT für eine Recherche und reichte ein Schreiben ein, das auf sechs komplett erfundenen Gerichtsurteilen basierte. Die KI hatte die Urteile inklusive Aktenzeichen und Zusammenfassungen halluziniert. In der Schule könnte ein:e Schüler:in ähnlich auf KI Halluzinationen hereinfallen und fehlerhafte Informationen in Referaten oder Hausarbeiten verwenden.

Aktuelle Studien zeigen alarmierende Zahlen: ChatGPT liegt bei etwa 40 Prozent der Quellenangaben falsch, Gemini sogar bei 80 Prozent der Referenzen. Nur Claude schneidet mit einer Halluzinationsrate von 17 Prozent deutlich besser ab. Das bedeutet: KI Halluzinationen sind kein seltenes Phänomen, sondern ein systematisches Problem.

Warum entstehen KI Halluzinationen? Die Ursachen verstehen

Um KI Halluzinationen effektiv vermeiden zu können, musst du verstehen, warum sie überhaupt entstehen. Die Gründe sind vielfältig und liegen in der Funktionsweise der Modelle selbst:

1. Unzureichende oder fehlerhafte Trainingsdaten

KI-Modelle lernen aus riesigen Datenmengen – oft Milliarden von Texten aus dem Internet. Wenn diese Trainingsdaten lückenhaft, veraltet oder falsch sind, reproduziert die KI diese Fehler. Besonders problematisch: Wenn zu einem Nischenthema nur wenige oder gar keine Informationen vorliegen, erfindet die KI plausibel klingende Antworten, anstatt ihre Unwissenheit zuzugeben.

Ein Beispiel: Wenn du nach touristischen Attraktionen in einer kleinen, unbekannten Stadt fragst, halluziniert die KI oft Sehenswürdigkeiten, die nicht existieren – einfach weil sie zu wenig Daten über diesen Ort hat.

2. Bias und Verzerrungen in den Daten

Wenn Trainingsdaten einseitig sind, zeigt sich das in den Ergebnissen. Ein KI-Modell, das überwiegend mit Texten über männliche Ärzte trainiert wurde, könnte fälschlicherweise behaupten, alle Ärzte seien männlich. Auch nutzergenerierte Inhalte aus sozialen Medien oder Foren können Meinungen als Fakten präsentieren und so zu KI Halluzinationen führen.

3. Fehlerhafte Schlussfolgerungen und logische Lücken

KI-Modelle haben kein Verständnis für Kausalität oder logische Zusammenhänge. Sie können zwei korrekte Fakten falsch kombinieren. Ein klassisches Beispiel:

  • Fakt 1: Albert Einstein erhielt den Nobelpreis für Physik
  • Fakt 2: Albert Einstein entwickelte die Relativitätstheorie
  • Falsche KI-Schlussfolgerung: Einstein erhielt den Nobelpreis für die Relativitätstheorie

Tatsächlich erhielt er den Preis für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts – ein typischer Fall von KI Halluzinationen durch Fehlschlüsse.

4. Keine Kenntnis eigener Wissensgrenzen

Im Gegensatz zu Menschen wissen KI-Systeme nicht, was sie nicht wissen. Sie haben kein Bewusstsein für Unsicherheit. Während ein:e Lehrer:in sagen würde „Das weiß ich nicht genau, ich recherchiere das“, antwortet die KI mit derselben Selbstsicherheit auf Fragen, zu denen sie keine verlässlichen Daten hat – und halluziniert die Antwort.

5. Falsche Anreizsysteme beim Training

Eine bahnbrechende Erkenntnis von OpenAI: KI Halluzinationen werden durch die Art verstärkt, wie Modelle trainiert und bewertet werden. Bei Standard-Tests werden Modelle dafür belohnt, dass sie raten, anstatt zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen. Ähnlich wie bei einem Multiple-Choice-Test: Eine geratene Antwort hat eine Chance, richtig zu sein – Enthaltung bringt garantiert null Punkte.

Daher lernen KI-Modelle, im Zweifel lieber eine Antwort zu erfinden, als keine zu geben. Das ist der Kern des Problems der KI Halluzinationen.

Arten von KI Halluzinationen: Von harmlosen Fehlern bis zu gefährlichen Fehlinformationen

Nicht alle KI Halluzinationen sind gleich. Sie lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:

Sachliche Fehler

Die KI gibt faktisch falsche Informationen, etwa historische Ungenauigkeiten, falsche Jahreszahlen oder wissenschaftliche Unwahrheiten. Beispiel: „Leonardo da Vinci malte die Mona Lisa im Jahr 1815“ – rund 300 Jahre zu spät.

Fabrizierte Inhalte

Die KI erfindet komplette Geschichten, Quellen oder Referenzen, die niemals existiert haben. Besonders tückisch: Diese erfundenen Inhalte sind oft so detailliert (mit Seitenzahlen, Zitaten, ISBN), dass sie authentisch wirken.

Unsinnige Ausgaben

Manchmal produziert KI völlig absurde Antworten, die keiner Logik folgen. Googles Gemini antwortete auf die Frage nach Früchten, die auf „-um“ enden, mit „applum, bananum, strawberrum, tomatum“ – allesamt erfundene Wörter.

Mathematische Halluzinationen

Selbst bei einfachen Rechenaufgaben können KI Halluzinationen auftreten. Ältere Modelle scheiterten oft an Grundrechenarten, neuere haben Probleme mit komplexeren Aufgaben oder ungewöhnlichen Zahlen, die in den Trainingsdaten unterrepräsentiert sind.

Die Gefahren von KI Halluzinationen im Bildungsbereich

Für dich als Lehrkraft sind KI Halluzinationen besonders problematisch. Sie können:

  • Fehlinformationen verbreiten: Schüler:innen übernehmen falsche Fakten in ihre Arbeiten
  • Kritisches Denken untergraben: Wenn KI als „allwissend“ wahrgenommen wird, hinterfragen Lernende Informationen nicht mehr
  • Vertrauen in Technologie missbrauchen: Die überzeugende Darstellung falscher Inhalte macht KI Halluzinationen besonders gefährlich
  • Rechtliche Konsequenzen haben: Wie das Anwalts-Beispiel zeigt, können erfundene Informationen ernsthafte Folgen haben
  • Soziale Ungerechtigkeiten verstärken: Wenn nur Lernende mit kritischer Medienkompetenz KI Halluzinationen erkennen, wächst die Bildungskluft

Eine aktuelle Studie der Europäischen Rundfunkunion zeigte: Populäre KI-Chatbots machen bei 40 Prozent der Antworten Fehler. Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel – und macht deutlich, warum du als Pädagog:in KI Halluzinationen ernst nehmen musst.

So erkennst du KI Halluzinationen: Praktische Tipps für den Alltag

Die gute Nachricht: Es gibt konkrete Strategien, mit denen du KI Halluzinationen identifizieren kannst.

1. Kritisches Hinterfragen – immer

Behandle KI-Antworten nie als absolute Wahrheit. Frage dich:

  • Klingt die Antwort zu perfekt oder zu detailliert?
  • Werden konkrete Quellen genannt, die du überprüfen kannst?
  • Macht die Antwort logisch Sinn?
  • Passt die Information zu deinem Vorwissen?

2. Faktencheck mit verlässlichen Quellen

Überprüfe wichtige Informationen immer mit unabhängigen, vertrauenswürdigen Quellen. Nutze:

  • Wissenschaftliche Datenbanken
  • Offizielle Institutionen (z.B. Statistische Ämter, Regierungsseiten)
  • Anerkannte Bildungsmedien
  • Fachliteratur

Niemals solltest du KI-generierte Quellenangaben ungeprüft übernehmen.

3. Cross-Checking mit mehreren KI-Tools

Stelle die gleiche Frage an verschiedene KI-Modelle. Wenn ChatGPT, Claude und Gemini unterschiedliche Antworten geben, ist Vorsicht geboten. Übereinstimmungen sind ein gutes Zeichen – aber kein Beweis.

4. Konsistenzprüfungen durchführen

Stelle Folgefragen, die logisch aufeinander aufbauen. KI Halluzinationen zeigen sich oft durch Widersprüche. Beispiel:

  • Frage 1: „Ist 3.821 eine Primzahl?“
  • KI: „Nein, sie ist durch 53 und 72 teilbar.“
  • Frage 2: „Was ist 53 mal 72?“
  • KI: „3.816“
  • Du erkennst: Die Antworten widersprechen sich – es liegt eine KI Halluzination vor.

5. Nach Unsicherheit fragen

Bitte die KI explizit, ihre Unsicherheit anzugeben: „Wie sicher bist du dir bei dieser Antwort? Gibt es Informationen, die fehlen könnten?“ Viele neuere Modelle können ihre Grenzen besser kommunizieren.

6. Spezifische Themen vorsichtig behandeln

Sei besonders skeptisch bei:

  • Nischenthemen mit wenig verfügbaren Daten
  • Aktuellen Ereignissen (Modelle haben ein Trainingsdaten-Cutoff)
  • Regionalen Informationen zu kleinen Orten
  • Spezialisierten Fachgebieten (Medizin, Recht, Wissenschaft)

Bei diesen Themen sind KI Halluzinationen besonders wahrscheinlich.

Wie du KI Halluzinationen vermeidest: Strategien für Lehrkräfte

Jetzt weißt du, wie du KI Halluzinationen erkennst. Aber noch wichtiger: Wie kannst du sie von vornherein verhindern?

1. Das richtige KI-Modell wählen

Nicht alle KI-Tools sind gleich anfällig für KI Halluzinationen. Wähle Modelle mit:

  • Integrierter Web-Suche für aktuelle Informationen (z.B. ChatGPT mit Websuche, Perplexity, Gemini)
  • Niedrigen Halluzinationsraten (Claude liegt bei nur 17 Prozent)
  • Transparenten Quellenangaben, die du überprüfen kannst

Für faktentreue Aufgaben ist Claude die beste Wahl im Vergleich. Für kreative Aufgaben, bei denen exakte Fakten weniger wichtig sind, sind KI Halluzinationen weniger kritisch.

2. Prompt Engineering: Präzise Anfragen stellen

Die Qualität deiner Prompts beeinflusst direkt das Risiko von KI Halluzinationen. Befolge diese Regeln:

Sei spezifisch: Anstatt „Erkläre Photosynthese“ besser: „Erkläre die Lichtreaktion der Photosynthese für Schüler:innen der 9. Klasse, mit einem Fokus auf die Rolle von Chlorophyll. Nenne nur wissenschaftlich belegte Fakten.“

Fordere Quellenangaben: „Beantworte die Frage und gib für jede Aussage eine überprüfbare Quelle an.“

Setze Grenzen: „Wenn du dir unsicher bist oder die Informationen nicht kennst, sage das explizit, anstatt zu raten.“

Nutze Chain-of-Thought Prompting: „Erkläre Schritt für Schritt, wie du zu dieser Antwort kommst“ – das reduziert KI Halluzinationen um bis zu 20 Prozent.

Auf Lehrwert.com findest du einen umfassenden Leitfaden zu Prompt Engineering, der dir zeigt, wie du KI-Tools optimal nutzt und KI Halluzinationen minimierst.

3. Retrieval-Augmented Generation (RAG) nutzen

RAG ist eine Technik, bei der die KI nicht nur auf ihr internes Wissen zurückgreift, sondern auf eine kuratierte Wissensbasis zugreifen kann. Du gibst der KI konkrete Dokumente, Lehrmaterialien oder Datenbanken, aus denen sie Informationen ziehen soll.

Beispiel: „Beantworte die Frage ausschließlich basierend auf diesem Lehrbuch [PDF hochladen]. Wenn die Antwort nicht im Text steht, sage das.“

Das reduziert KI Halluzinationen drastisch, weil die KI nicht mehr auf unsichere Muster aus den Trainingsdaten angewiesen ist.

4. Temperatur-Einstellungen anpassen

Viele KI-Tools erlauben es, die „Temperatur“ anzupassen – ein Parameter, der steuert, wie „kreativ“ oder „konservativ“ die Antworten sind. Eine niedrige Temperatur (z.B. 0.3) reduziert KI Halluzinationen, weil die KI weniger spekulativ antwortet.

Prompt-Beispiel: „Beantworte folgende Frage mit einer Temperatur von 0.5, um Halluzinationen zu vermeiden: Wann malte Leonardo da Vinci die Mona Lisa?“

5. Guardrails und Filter einsetzen

Technische Schutzmechanismen (Guardrails) können KI-Ausgaben in Echtzeit überwachen und problematische Antworten erkennen. Für den Schulalltag gibt es spezialisierte Tools wie fobizzschulKI oder Kiwi, die bereits mit solchen Mechanismen arbeiten und DSGVO-konform sind.

Diese Tools sind speziell für den deutschen Bildungsmarkt entwickelt und minimieren das Risiko von KI Halluzinationen durch zusätzliche Prüfungsebenen.

6. Menschliche Überprüfung – immer

Die wichtigste Regel: Verlasse dich nie blind auf KI. Plane Zeit für die Nachbearbeitung ein (die 80/20-Regel: 80 % KI-generiert, 20 % menschliche Überprüfung). Du bist die Expertin bzw. der Experte – nutze dein pädagogisches Fachwissen, um KI Halluzinationen zu identifizieren und zu korrigieren.

KI Halluzinationen im Unterricht thematisieren

Eine der wichtigsten Aufgaben als Lehrkraft: Schüler:innen über KI Halluzinationen aufklären. Nur wer das Phänomen versteht, kann kritisch mit KI-generierten Inhalten umgehen.

Unterrichtsideen zu KI Halluzinationen

Experiment: Halluzinationen provozieren
Bitte Schüler:innen, bewusst nach Informationen zu fragen, die wahrscheinlich zu KI Halluzinationen führen (z.B. obskure historische Ereignisse, fiktive Personen). Analysiert gemeinsam, woran man die Fehler erkennt.

Quellencheck-Challenge
Gebt einer KI die Aufgabe, Literaturempfehlungen mit ISBN-Nummern zu generieren. Schüler:innen überprüfen, ob die Quellen wirklich existieren – ein praktisches Training im Faktencheck.

KI vs. Mensch: Wer halluziniert mehr?
Diskutiert, dass auch Menschen „halluzinieren“ (Fehlerinnerungen, Confirmation Bias). Was sind die Unterschiede? Wie gehen wir damit um?

Ethik-Diskussion
Wer trägt die Verantwortung, wenn ein:e Schüler:in durch KI Halluzinationen falsche Informationen verbreitet? Die KI? Der Anbieter? Die nutzende Person?

Diese Thematisierung fördert Medienkompetenz und kritisches Denken – zwei Schlüsselkompetenzen für die Zukunft.

Die Zukunft: Werden KI Halluzinationen jemals verschwinden?

Die schlechte Nachricht zuerst: KI Halluzinationen lassen sich niemals vollständig verhindern. Die stochastische Natur von Sprachmodellen macht Fehler unvermeidbar. Expert:innen sind sich einig: Selbst mit besseren Trainingsdaten und verfeinerten Algorithmen bleibt ein Restrisiko.

Die gute Nachricht: Es gibt Fortschritte. OpenAI, Anthropic und Google arbeiten intensiv daran, KI Halluzinationen zu reduzieren. Neue Ansätze umfassen:

  • Reasoning-Modelle (wie OpenAI’s o3), die strukturierter „denken“ und Antworten in Zwischenschritten validieren
  • Bessere Benchmarks, die Modelle nicht fürs Raten belohnen, sondern fürs Eingestehen von Unsicherheit
  • Self-Consistency-Checks, bei denen die KI ihre eigenen Antworten mehrfach generiert und auf Widersprüche prüft
  • Chain-of-Verification (CoVe), bei dem die KI Behauptungen systematisch verifiziert

Neuere Modelle wie Claude 4 Sonnet oder GPT-5 zeigen bereits deutlich niedrigere Halluzinationsraten als ihre Vorgänger. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung – aber du musst weiterhin wachsam bleiben.

Datenschutz und KI Halluzinationen: Ein wichtiger Zusammenhang

Ein oft übersehener Aspekt: KI Halluzinationen können auch datenschutzrelevant sein. Wenn eine KI personenbezogene Daten halluziniert (z.B. falsche Informationen über Schüler:innen generiert), verstößt das möglicherweise gegen die DSGVO.

Daher: Gib niemals personenbezogene Daten von Schüler:innen in KI-Tools ein. Nutze anonymisierte Beispiele und achte auf DSGVO-konforme Tools. Mehr dazu erfährst du im Artikel DSGVO und AI Act im Klassenzimmer.

Deine nächsten Schritte: KI-Kompetenz systematisch aufbauen

Du siehst: Das Thema KI Halluzinationen ist komplex. Um KI-Tools verantwortungsvoll im Bildungsbereich einzusetzen, brauchst du fundierte KI-Kompetenz. Nur wer versteht, wie KI funktioniert, welche Limitationen es gibt und wie man die Tools optimal nutzt, kann KI Halluzinationen effektiv vermeiden.

Der KI-Kompetenz Kurs für Bildungsprofis bietet dir eine systematische Lernreise: von den Grundlagen künstlicher Intelligenz über rechtliche Rahmenbedingungen (DSGVO, AI Act) bis hin zu didaktischen Einsatzszenarien. Du lernst nicht nur Theorie, sondern erhältst praktische Strategien für deinen Schulalltag – inklusive professionellem Zertifikat.

Besonders relevant: Der Kurs behandelt ausführlich das Thema KI Halluzinationen, zeigt dir Techniken zur Erkennung und Vermeidung und gibt dir Werkzeuge an die Hand, um deine Schüler:innen zu kompetenten KI-Nutzer:innen zu machen. Perfekt für Lehrkräfte, die sich umfassend fortbilden möchten.

Weitere hilfreiche Ressourcen auf Lehrwert.com:

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu KI Halluzinationen

Was sind KI Halluzinationen einfach erklärt?

KI Halluzinationen sind falsche, unsinnige oder frei erfundene Informationen, die künstliche Intelligenz generiert, aber mit großer Überzeugung als Fakten präsentiert. Die KI „sieht“ Muster, die nicht existieren, und produziert daraus scheinbar plausible, aber falsche Ausgaben – ähnlich wie bei menschlichen Halluzinationen.

Warum halluzinieren KI-Modelle?

Die Hauptursachen für KI Halluzinationen sind: unzureichende oder fehlerhafte Trainingsdaten, Bias und Verzerrungen, fehlerhafte logische Schlussfolgerungen, keine Kenntnis eigener Wissensgrenzen und falsche Anreizsysteme beim Training. KI-Modelle funktionieren stochastisch (basierend auf Wahrscheinlichkeiten), nicht deterministisch wie ein Taschenrechner.

Welche KI halluziniert am wenigsten?

Im direkten Vergleich hat Claude mit nur 17 Prozent die niedrigste Halluzinationsrate, gefolgt von ChatGPT mit etwa 40 Prozent bei Quellenangaben. Gemini schneidet bei Referenzen mit 80 Prozent Fehlerquote schlechter ab, ist aber bei faktischen Aussagen innerhalb des Trainingsmaterials genau. Für faktentreue Aufgaben ist Claude die sicherste Wahl.

Sind KI Halluzinationen vermeidbar?

Nein, KI Halluzinationen lassen sich nicht vollständig vermeiden – sie sind ein inhärentes Problem der stochastischen Funktionsweise von Sprachmodellen. Expert:innen sind sich einig: Halluzinationen können minimiert, aber nie gänzlich beseitigt werden. Mit den richtigen Strategien (Prompt Engineering, RAG, Faktencheck) lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.

Wie erkenne ich KI Halluzinationen?

Du erkennst KI Halluzinationen durch: kritisches Hinterfragen aller Antworten, Faktencheck mit unabhängigen Quellen, Cross-Checking mit mehreren KI-Tools, Konsistenzprüfungen durch Folgefragen, Nachfragen nach Unsicherheit und besondere Vorsicht bei Nischenthemen, aktuellen Ereignissen und spezialisierten Fachgebieten.

Welche Prompting-Techniken reduzieren KI Halluzinationen?

Effektive Techniken gegen KI Halluzinationen sind: Chain-of-Thought Prompting (schrittweises Erklären), niedrige Temperatur-Einstellungen (z.B. 0.3-0.5), explizite Quellenanforderungen, klare Grenzsetzung („Sage, wenn du unsicher bist“), spezifische und detaillierte Anfragen sowie Retrieval-Augmented Generation (RAG) mit kuratierter Wissensbasis.

Sind KI Halluzinationen gefährlich?

Ja, KI Halluzinationen können erhebliche Risiken bergen: Verbreitung von Fehlinformationen, Untergraben kritischen Denkens, rechtliche Konsequenzen (wie im Fall des Anwalts mit erfundenen Urteilen), Verstärkung sozialer Ungerechtigkeiten und Missbrauch von Vertrauen in Technologie. Im Bildungsbereich können sie zu falschen Lerninhalten und mangelnder Medienkompetenz führen.

Wie thematisiere ich KI Halluzinationen im Unterricht?

Sinnvolle Unterrichtsansätze: Experimente, um bewusst KI Halluzinationen zu provozieren, Quellencheck-Challenges mit ISBN-Nummern, Vergleich KI vs. menschliche „Halluzinationen“ (Fehlerinnerungen), Ethik-Diskussionen über Verantwortung und praktische Übungen zum Faktencheck. Das fördert Medienkompetenz und kritisches Denken.

Welche Tools helfen gegen KI Halluzinationen im Schulkontext?

Für den deutschen Bildungsmarkt entwickelte, DSGVO-konforme Tools wie fobizzschulKI oder Kiwi haben integrierte Schutzmechanismen gegen KI Halluzinationen. Sie bieten Guardrails, Quellenvalidierung und sind speziell für den pädagogischen Einsatz konzipiert. Zusätzlich solltest du immer mit präzisen Prompts arbeiten und Ergebnisse überprüfen.

Werden KI Halluzinationen in Zukunft verschwinden?

Nein, KI Halluzinationen werden nie vollständig verschwinden, aber die Raten sinken kontinuierlich. Neue Entwicklungen wie Reasoning-Modelle (OpenAI o3), verbesserte Benchmarks, Self-Consistency-Checks und Chain-of-Verification (CoVe) reduzieren das Problem. Neuere Modelle wie Claude 4 oder GPT-5 zeigen bereits deutliche Verbesserungen gegenüber Vorgängern.

Was hat Datenschutz mit KI Halluzinationen zu tun?

KI Halluzinationen können datenschutzrelevant sein, wenn die KI personenbezogene Daten halluziniert (z.B. falsche Informationen über Schüler:innen). Das kann DSGVO-Verstöße darstellen. Daher: Gib niemals personenbezogene Daten in KI-Tools ein, nutze anonymisierte Beispiele und achte auf DSGVO-konforme Bildungstools. Mehr Infos im Artikel zu DSGVO und AI Act im Klassenzimmer.

Fazit: Mit Wissen gegen KI Halluzinationen

KI Halluzinationen sind keine Science-Fiction, sondern ein reales Problem, das du als Lehrkraft kennen und verstehen musst. Sie entstehen durch die Art, wie KI-Modelle funktionieren, und lassen sich nie vollständig vermeiden – aber mit den richtigen Strategien drastisch reduzieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • KI Halluzinationen sind systematisch, keine Ausnahme (40-80 % Fehlerquote je nach Modell)
  • Sie entstehen durch unzureichende Daten, Bias, Fehlschlüsse und falsche Trainingsan reize
  • Mit Prompt Engineering, RAG, Faktencheck und kritischem Denken kannst du KI Halluzinationen minimieren
  • Die Thematisierung im Unterricht ist essentiell für Medienkompetenz
  • Menschliche Überprüfung bleibt unverzichtbar

KI ist ein mächtiges Werkzeug für den Bildungsbereich – aber nur, wenn du es verantwortungsvoll einsetzt. KI Halluzinationen zu verstehen und zu vermeiden ist Teil dieser Verantwortung. Nutze die Tools in diesem Artikel, bilde dich kontinuierlich fort und bleibe kritisch. So schützt du dich und deine Schüler:innen vor den Risiken und nutzt gleichzeitig das enorme Potenzial der Technologie.

Die Zukunft der Bildung ist hybrid: Menschliche Expertise kombiniert mit KI-Unterstützung. Deine pädagogische Kompetenz, deine Empathie und dein kritisches Denken bleiben unersetzlich – gerade im Umgang mit KI Halluzinationen.

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ChatGPT vs Claude vs Gemini – Welches KI-Tool passt zu mir als Pädagoge ?

Lesedauer 5 Minuten
Inhalt


Du stehst im Lehrerzimmer, der Kaffee läuft durch, und schon wieder fragt jemand: „Sag mal, nutzt du eigentlich schon dieses KI-Zeug? Welches ist denn jetzt das Beste?“
Und genau da fängt das Problem an. Es gibt nicht „das Beste“. Es gibt nur das Tool, das dir heute am meisten Arbeit abnimmt – und das, was dich nur nervt.

Ich habe mir die drei großen Platzhirsche – ChatGPT, Claude und Gemini – mal im Alltagstest vorgenommen. Ohne Technik-Blabla, sondern mit der Frage: Was hilft dir wirklich, wenn du Unterricht planst, Elternbriefe schreibst oder einfach mal fünf Minuten Zeit sparen willst?

Die Kandidaten im Schnelldurchlauf

Bevor wir ins Detail gehen, hier die Kurzfassung für Eilige:

  • ChatGPT ist der Alleskönner. Perfekt für kreative Ideen, Brainstorming und wenn du einfach mal schnell einen Entwurf brauchst.
  • Claude ist der Gründliche. Wenn du lange Texte zusammenfassen musst oder Wert auf einen sehr menschlichen, feinen Schreibstil legst, ist er dein Freund.
  • Gemini ist der Google-Insider. Wenn du eh schon alles in Google Docs und Drive machst, spart er dir das ständige Hin- und Herkopieren.

Aber schauen wir uns das mal genauer an.


1. ChatGPT – Der kreative Chaot (im positiven Sinne)

ChatGPT ist ein bisschen wie der Kollege, der immer tausend Ideen hat. Manchmal schießt er übers Ziel hinaus, aber er liefert dir verlässlich Material.

Was er super kann:

  • Ideen sprudeln: „Gib mir 5 Einstiege für das Thema Mittelalter in Klasse 7.“ Zack, da sind sie.
  • Bilder malen: Mit der Plus-Version kannst du direkt passende Bilder für Arbeitsblätter erstellen lassen.
  • Gedächtnis: Er merkt sich, was du ihm letzte Woche über deine 8b erzählt hast (wenn du das willst).

Praxis-Test: Der Elternbrief
Ich habe ihn gebeten: „Schreibe einen kurzen Elternbrief zum Wandertag, der freundlich klingt, aber klar macht: Regenjacke ist Pflicht!“
Das Ergebnis war solide, musste aber noch etwas „entbürokratisiert“ werden. ChatGPT liebt Wörter wie „diesbezüglich“ oder „verbindlich“. Mit einem kurzen „Mach es lockerer“ war es dann aber perfekt.

Wo es hakt:
Er erzählt gern mal Quatsch, vor allem bei Fakten und Quellen. Wenn du ihn nach aktuellen Studien fragst, halluziniert er manchmal munter drauf los. Also: Immer den Faktencheck machen!

Für wen ist das was?
Für alle, die einen kreativen Sparringspartner suchen und keine Lust haben, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen.


2. Claude – Der höfliche Perfektionist

Claude wirkt oft ein bisschen „erwachsener“ als ChatGPT. Er schreibt Texte, die oft weniger nach Roboter klingen und mehr nach Mensch.

Was er super kann:

  • Lange Texte: Du kannst ihm ganze PDFs oder lange Artikel geben, und er fasst sie dir sauber zusammen.
  • Stil: Seine Texte klingen oft runder, weniger hölzern. Wenn du einen sensiblen Elternbrief formulieren musst, ist Claude oft die bessere Wahl.
  • Sicherheit: Er ist so programmiert, dass er bei heiklen Themen eher vorsichtig ist.

Praxis-Test: Text vereinfachen
Ich habe Claude einen komplizierten Sachtext über Photosynthese gegeben mit dem Prompt: „Schreibe das so um, dass es ein Fünftklässler versteht, der Bio eigentlich langweilig findet.“
Das Ergebnis war beeindruckend: Claude hat nicht nur die Sätze gekürzt, sondern auch eine tolle Analogie (mit einer Fabrik) eingebaut, ohne dass ich danach gefragt hatte. Das hat ChatGPT im direkten Vergleich nicht so elegant hinbekommen.

Wo es hakt:
Er hat keinen direkten Draht ins Internet (in der Basisversion). Aktuelle Nachrichten oder Wetterdaten? Fehlanzeige.

Für wen ist das was?
Für alle, die viel Text verarbeiten müssen oder Wert auf sprachlich feine Nuancen legen – zum Beispiel im Deutsch- oder Geschichtsunterricht.

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3. Gemini – Der Google-Native

Gemini ist Googles Antwort. Und sein riesiger Vorteil ist: Er wohnt da, wo du vielleicht auch arbeitest.

Was er super kann:

  • Alles an einem Ort: Er kann direkt auf deine Google Docs, Mails und Drive-Dateien zugreifen. „Fasse mir das Dokument ‚Lehrplan Mathe‘ zusammen“ funktioniert ohne Hochladen.
  • Recherche: Da Google dahintersteckt, sind die Infos oft aktueller und besser mit Quellen belegt (aber auch hier: Blind vertrauen ist nicht!).
  • Kostenlos stark: Die Gratis-Version kann schon verdammt viel, während die anderen ihre besten Features oft hinter der Bezahlschranke verstecken.

Praxis-Test: Unterrichtsreihe planen
Ich wollte eine Reihe zum Thema „Klimawandel“ planen und habe gefragt: „Erstelle mir einen Wochenplan zum Thema Klimawandel und suche mir direkt 3 passende YouTube-Videos raus für den Unterricht klasse 8.“
Gemini hat den Plan erstellt und die YouTube-Links direkt eingebettet – anklickbar und passend. Das kann so in der Form nur er.

Wo es hakt:
Kreativ ist er manchmal etwas… nüchtern. Seine Texte klingen oft funktionaler als die von ChatGPT.

Für wen ist das was?
Für alle, die ihr digitales Leben eh schon in der Google-Welt organisiert haben und keine Lust auf ständiges Tab-Wechseln haben.


Das heiße Eisen: Was ist mit dem Datenschutz?

Bevor du loslegst, ein ernstes Wort. Als Lehrkraft oder Erzieher:in hast du Verantwortung für Daten. Und da gilt bei allen drei Tools eine goldene Regel:

Niemals, wirklich niemals, echte Namen oder sensible Daten von Schülern oder Eltern eingeben.

  • Okay: „Schreibe einen Förderplan für einen Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche in Klasse 3.“
  • Nicht okay: „Schreibe einen Förderplan für Kevin Müller, geboren am…“

Die Tools lernen (oft) mit dem, was du ihnen fütterst. Und Kevins Daten haben in Kalifornien nichts verloren.

Wer ist da am sichersten?

  • Für private Accounts: Alle drei sind ähnlich „unsicher“ für sensible Daten. OpenAI (ChatGPT) und Google (Gemini) bieten zwar Einstellungen, um das Training mit deinen Daten auszuschalten, aber für Schülerdaten reicht das nicht.
  • Für Schulen: Wenn deine Schule eine offizielle Lizenz hat (z.B. Microsoft Copilot mit Datenschutz, ChatGPT Enterprise oder Google Workspace for Education), sieht es anders aus. Da gibt es Verträge, die garantieren, dass deine Daten nicht zum Training genutzt werden. Frag da unbedingt deinen Admin!

Im Zweifel gilt immer: Anonymisieren. Mach aus „Lisa“ einfach „Schülerin A“ – der KI ist das egal, dem Datenschutzbeauftragten nicht.


Mein Fazit: ChatGPT vs Claude vs Gemini, wer gewinnt?

Lass dich nicht verrückt machen von Feature-Listen und Tech-Geek-Diskussionen. Am Ende zählt nur eins: Hilft es dir?

Mein Tipp für den Start:

  1. Hol dir ChatGPT (auch die kostenlose Version reicht für den Anfang), um Ideen zu generieren und Schreibblockaden zu lösen.
  2. Wenn du Google Workspace nutzt, probier Gemini aus, um dir Klickwege zu sparen.
  3. Und wenn du mal einen wirklich langen, komplexen Text bändigen musst, gib Claude eine Chance.

Probier es einfach mal aus – nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als kleine Entlastung, wenn der Schreibtisch wieder voll ist. Und wenn die KI mal wieder Quatsch schreibt: Lächeln, korrigieren, weitermachen. Wir kennen das ja von den Kindern. 😉

FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz & knapp

Ist Gemini wirklich komplett kostenlos?
Ja, die Basisversion ist gratis. Wenn deine Schule Google Workspace for Education nutzt, ist auch die Datenschutz-sichere Version oft kostenlos dabei.

Welches Tool halluziniert am wenigsten?
In Tests schneidet Claude oft am besten ab, wenn es um Fakten geht. ChatGPT ist kreativer, erfindet aber auch mal was. Gemini liegt dazwischen. Trotzdem gilt: Immer gegenprüfen!

Darf ich Schülertexte von der KI korrigieren lassen?
Jein. Nur wenn die Texte absolut anonymisiert sind (keine Namen, keine Orte). Bei offiziellen Schullizenzen (z.B. Fobizz, Microsoft Copilot mit Datenschutz) sieht es besser aus – frag da unbedingt deine Schulleitung.

Kann ich ChatGPT Bilder malen lassen?
Ja, aber nur in der Bezahlversion (Plus). Gemini kann es in manchen Versionen auch, Claude aktuell noch nicht.

Lohnt sich das Abo für 20 Euro?
Wenn du KI täglich nutzt: Absolut. Die Bezahl-Modelle sind schlauer, schneller und können mehr (z.B. Bilder, Datei-Uploads). Für den Anfang reicht aber die Gratis-Version völlig aus.


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DSGVO und AI Act im Klassenzimmer: So gelingt KI und Datenschutz in deiner Schule

Lesedauer 8 Minuten

Die Ära der Künstlichen Intelligenz (KI) hat das Klassenzimmer erreicht. Du stehst als Lehrkraft vor der aufregenden Herausforderung, innovative Tools sinnvoll in deinen Unterricht zu integrieren. Doch diese digitale Revolution bringt eine komplexe Kehrseite mit sich: den Datenschutz und die neuen Regeln der EU.

Du willst wissen, wie du die Chancen von KI und Datenschutz in der Schule erfolgreich unter einen Hut bekommst? Du suchst nach praktischen, sicheren Lösungen für deinen Schulalltag? Perfekt. Dieser umfassende Artikel navigiert dich durch den rechtlichen Dschungel und liefert dir einen Praxisleitfaden für den datenschutzkonformen Einsatz von KI.

Inhaltsverzeichnis

Die rechtlichen Fundamente: DSGVO und der Gamechanger AI Act für KI und Datenschutz in Deiner Schule

Als Lehrkraft und Teil einer öffentlichen Bildungseinrichtung trägst du eine besondere Verantwortung für die personenbezogenen Daten deiner Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie der Eltern. Hier sind die zwei zentralen Regelwerke, die du kennen musst, um KI und Datenschutz in der Schule zu gewährleisten.

Ki und Datenschutz in deiner schule

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – Dein Grundpfeiler

Die DSGVO ist das Fundament für den Umgang mit Daten in der EU und damit auch in deiner Schule. Für dich als Lehrkraft bedeutet das vor allem: Transparenz, Datensparsamkeit und eine lückenlose Informationspflicht.

Das sind die Kernprinzipien, die du verinnerlichen musst:

  • Zweckbindung: Du darfst Daten nur für klar definierte, pädagogische Zwecke verarbeiten. Ein KI-Tool zur Notenanalyse darf nicht für Marketingzwecke missbraucht werden.
  • Datenminimierung: Verwende nur so wenig personenbezogene Daten wie möglich. Kannst du eine Aufgabe auch anonymisieren oder mit Pseudonymen arbeiten? Mach es!
  • Transparenz: Du musst offen über Art, Umfang und Dauer der Datenverarbeitung informieren.
  • Speicherbegrenzung: Daten dürfen nicht langfristig ohne berechtigten Grund gespeichert werden. Nach Abschluss des pädagogischen Zwecks (z.B. nach der Klausur oder dem Schuljahr) müssen sie gelöscht werden.

Gerade im Kontext von KI, wo Daten der Treibstoff sind, ist die strikte Beachtung der DSGVO entscheidend. Denke immer daran: Du bist der Gatekeeper für die Daten deiner SuS.


Die EU-KI-Verordnung (AI Act) – Das neue Regelwerk

Seit August 2024 ergänzt die EU-KI-Verordnung (AI Act) die DSGVO um spezifische Regeln für KI-Systeme. Sie ist ein Gamechanger, weil sie erstmals KI-Anwendungen nach ihrem potenziellen Risiko einteilt – ein Ansatz, der direkte Auswirkungen auf deinen Unterricht hat und das Zusammenspiel von KI und Datenschutz in der Schule neu definiert.

So kategorisiert der AI Act KI-Anwendungen für die Schule:

1. Verbotene KI-Systeme (Inakzeptables Risiko) ⛔

Diese Systeme sind tabu in der Schule, weil sie die Grundrechte der SuS massiv gefährden:

  • Manipulative KI-Systeme, die SuS unbewusst beeinflussen.
  • Verhaltensbewertung und Social Scoring basierend auf ihrem Verhalten im Unterricht oder in der Freizeit.
  • Echtzeit-Gesichtserkennung und Emotionsanalyse zur Überwachung.

2. Hochrisiko-KI-Systeme (Strenge Auflagen) ⚠️

Diese Tools sind nur unter strengen Kontroll-, Dokumentations- und Transparenzpflichten zulässig:

  • KI-gestützte Notengebung oder Leistungsbewertung.
  • Empfehlungssysteme für Bildungs- oder Berufswege (die das Leben des Kindes maßgeblich beeinflussen).
  • Überwachungssysteme bei Prüfungen (Proctoring-Software).
  • Systeme zur Identifikation von Lernschwierigkeiten, die eine weitreichende Kategorisierung von SuS vornehmen.

Wichtig: Der Einsatz dieser Systeme in deiner Schule erfordert eine systematische Risikobewertung und eine detaillierte Dokumentation, die nachweist, wie die Risiken minimiert werden.

3. KI mit Begrenztem Risiko (Transparenzpflicht) ℹ️

Hierzu gehören gängige Tools, die du vielleicht schon nutzt. Die Hauptanforderung ist die Transparenzpflicht – SuS müssen wissen, dass sie mit einer KI interagieren:

  • Chatbots zur Beantwortung von Fragen.
  • KI-generierte Inhalte (Texte, Bilder).
  • Einfache Empfehlungssysteme.

4. KI mit Minimalem Risiko (Keine besonderen Auflagen) ✅

Diese Tools sind datenschutzrechtlich unbedenklich, solange sie keine personenbezogenen Daten verarbeiten:

  • Spam-Filter oder automatische Textvorschläge.
  • Rechtschreib- und Grammatikprüfungen.

Dein Praxisleitfaden: Sichere KI-Nutzung in der Schule

Die Theorie ist wichtig, aber wie setzt du das im Unterricht um? Hier erfährst du, wie du eine datenschutzkonforme KI-Kultur in deiner Schule etablierst.

Checkliste für die KI-Tool-Bewertung – Prüfe selbst!

Bevor du ein neues KI-Tool im Unterricht einführst, musst du es durch diesen Filter schicken:

Datenverarbeitung prüfen

  1. Werden personenbezogene Daten gespeichert (Namen, E-Mails, IP-Adressen)? Gibt es eine Möglichkeit zur anonymen oder pseudonymen Nutzung?
  2. Werden die eingegebenen Daten dauerhaft gespeichert oder nach kurzer Zeit gelöscht? (Hintergrund: Viele KI-Anbieter trainieren ihre Modelle mit den eingegebenen Daten – das ist in der Schule ein absolutes No-Go!)
  3. Ist die Datenerfassung für den Bildungszweck wirklich notwendig? (Prinzip der Datenminimierung!)

Serverstandort und Rechtsgrundlage

  1. Befinden sich die Server innerhalb der EU/Deutschland? (Das vermeidet den Transfer in datenschutzrechtlich unsichere Drittstaaten, wie die USA).
  2. Liegt eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung vor? Ist sie leicht verständlich?
  3. Gibt es eine rechtliche Grundlage für den Einsatz (z.B. Schulgesetz, Bildungsauftrag oder eine eindeutige Einwilligung)?

Die Crux mit der Einwilligung: Wann musst du fragen?

Nicht jeder KI-Einsatz erfordert eine schriftliche Einwilligung der Eltern. Merke dir:

  • Keine Einwilligung nötig: Wenn ein Schulaccount über eine landesweite Plattform (wie VIDIS) genutzt wird und die Nutzung direkt durch Schulgesetze gedeckt ist (z.B. als offizielles digitales Unterrichtsmittel).
  • Einwilligung erforderlich:
    • Wenn die Nutzung nicht direkt durch Schulgesetze gedeckt ist.
    • Wenn personenbezogene Daten gespeichert und analysiert werden, die über das normale Maß hinausgehen.
    • Bei freiwilligen Ergänzungen zum regulären, verpflichtenden Unterricht.

Wichtig: Erfülle immer deine Informationspflichten! Informiere SuS und Eltern transparent über den KI-Einsatz, den Umfang der Datenverarbeitung und den Zweck. Transparenz schafft Vertrauen.


Datenschutzkonforme KI-Tools für deinen Schulalltag

Zum Glück musst du das Rad nicht neu erfinden. Immer mehr Anbieter erkennen die strikten Anforderungen im Bildungsbereich und bieten geprüfte, sichere Lösungen an, die das Zusammenspiel von KI und Datenschutz in der Schule erleichtern.

Geprüfte Plattformen und Dienste – Dein sicherer Hafen ⚓

  • VIDIS (Vermittlungsdienst für digitales Identitätsmanagement in Schulen): Denke an VIDIS als deinen digitalen Generalschlüssel. Es ist die zentrale, datenschutzkonforme Schnittstelle, die Lehrkräfte und SuS mit einem einzigen Schulaccount sicher auf verschiedene Bildungsangebote zugreifen lässt. Keine neuen Konten, keine zusätzlichen Passwörter – maximale Sicherheit.
  • eduCheck digital: Tools, die dieses bundesweite Prüfverfahren durchlaufen haben, erfüllen die technischen und rechtlichen Anforderungen für den Schuleinsatz. Such gezielt nach diesem Siegel!

Empfohlene DSGVO-konforme KI-Tools (Auszug)

Tool-NameFokusDatenschutz-Merkmale
fobizzUnterrichtsvorbereitung (Text, Bild, etc.)EU-Serverstandort, DSGVO-konform, Fokus auf Lehrer-Tools.
schulKIKI-Plattform, speziell für Sek IDeutsche Entwicklung, verschlüsselte Datenübertragung, arbeitet ohne Nutzerprofile.
Kiwi (KI macht Schule)Gemeinnützige PlattformKostenlos, keine Datenspeicherung, für alle Schulformen.
cornelsen.aiKI-Toolbox des VerlagsEU-Server, Garantie gegen Trainingsnutzung der eingegebenen Daten.

Tipp: Prüfe immer die spezifischen Lösungen deines Bundeslandes (z.B. fAIrChat in Moodle-Umgebung in Baden-Württemberg oder Assistent KAI in Sachsen). Diese sind in der Regel die sicherste Wahl, da sie direkt auf die landesspezifischen Vorgaben abgestimmt sind.


Umgang mit Nutzungsszenarien

1. Du nutzt KI für die Unterrichtsvorbereitung (Als Lehrkraft):

  • Regel Nr. 1: Gib keine personenbezogenen Schülerdaten ein! Verwende anonymisierte oder fiktive Beispiele.
  • Achtung bei privatem Account: Wenn du einen privaten ChatGPT-Account nutzt, handelst du eigenverantwortlich. Beachte aber stets die schulischen Richtlinien und gib auch hier keine schulrelevanten, schutzwürdigen Daten ein.

2. Schülerinnen und Schüler nutzen KI im Unterricht:

  • Bevorzuge Schulaccounts: Die Nutzung über schulisch verwaltete Schnittstellen (wie VIDIS) ist datenschutzfreundlicher, da die Daten meist nicht der einzelnen Person zugeordnet werden können.
  • Privater Account: Wenn SuS ihre privaten Accounts (z.B. bei OpenAI) nutzen sollen, muss die Einwilligung freiwillig sein. Du darfst die Nutzung nicht verpflichtend anordnen, da die Nutzung privater, datenschutzrechtlich problematischer Dienste niemanden benachteiligen darf. Besser: Biete eine datenschutzkonforme Alternative an!

Die Kennzeichnungspflicht: Was ist KI, was ist Mensch?

Du musst sicherstellen, dass KI-generierte Inhalte klar als solche erkennbar sind. Das dient nicht nur der Transparenz, sondern auch der fairen Leistungsbewertung.

  • Transparente Angabe: Am Ende einer Arbeit sollte stehen, in welchem Umfang KI genutzt wurde (z.B. „Zur Ideenfindung und Gliederung des Textes wurde ChatGPT verwendet“).
  • Quellenangabe: Halte dich an den schulischen Zitierstil. Gib die KI als Quelle an („OpenAI’s ChatGPT, 2024“).
  • Eigenanteil: Der Eigenanteil der Schülerleistung muss erkennbar bleiben und bewertet werden.

Die Rolle der Lehrkraft bei Hochrisiko-Anwendungen: Human Oversight

Erinnerst du dich an die Hochrisiko-KI-Systeme (z.B. automatisierte Notengebung)? Der AI Act verlangt hier wirksame menschliche Aufsicht (Human Oversight).

Das heißt: Du darfst dich niemals allein auf die Entscheidung einer KI verlassen!

Die EU-KI-Verordnung definiert vier Kriterien, die du als Aufsichtsperson erfüllen musst:

  1. Kausale Wirksamkeit: Du musst die Fähigkeit haben, in das KI-System einzugreifen und seine Entscheidungen zu überstimmen. Die KI darf nur ein Vorschlag sein, die finale Entscheidung liegt bei dir.
  2. Epistemisches Verständnis: Du musst wissen, wie die KI funktioniert, welche Daten sie verwendet und welche Konsequenzen deine Interventionen haben. Du musst die Black Box verstehen können.
  3. Selbstkontrolle: Du musst geistig und körperlich in der Lage sein, eine wirksame Aufsicht zu führen (keine Übermüdung, Überforderung).
  4. Passende Absichten: Du musst motiviert und bereit sein, Risiken zugunsten deiner SuS zu minimieren.

Die praktische Konsequenz: Jede KI-gestützte Empfehlung, die das Leben deiner SuS maßgeblich beeinflusst, muss von dir geprüft, bewertet und notfalls korrigiert werden.


Schulungspflicht und KI-Kompetenz – Deine Weiterbildung

Hier gibt es eine klare gesetzliche Anforderung: Seit dem 2. Februar 2025 sind Schulen als Betreiber von KI-Systemen verpflichtet, ihre Lehrkräfte im Umgang mit KI zu schulen.

Diese Schulungspflicht betrifft alle: dich, deine Kolleginnen und Kollegen, die Schulleitung und die IT-Verantwortlichen.

Was du lernen solltest:

  • Technische Grundkenntnisse: Wie funktionieren Large Language Models (LLMs) überhaupt?
  • Risikoerkennung: Wie erkennst du Bias (Verzerrungen) in den KI-Ergebnissen? Welche Schäden können entstehen?
  • Rechtskonforme Nutzung: Wie wendest du DSGVO und AI Act praktisch an?

Da die nationalen Aufsichtsbehörden erst bis August 2025 vollständig etabliert sein müssen, liegt die Verantwortung für angemessene Schulungen derzeit bei deiner Schule. Dokumentiere alle Fortbildungen – das ist wichtig, um später Compliance nachweisen zu können!


Fazit: Verantwortung als Katalysator der Innovation

Die Integration von Künstlicher Intelligenz in den Schulalltag ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. KI kann dir helfen, den Unterricht zu differenzieren, individuelle Lernwege zu fördern und deine eigene Vorbereitung effizienter zu gestalten.

Doch diese Chancen kommen mit der Pflicht zur Verantwortung. Der AI Act und die DSGVO sind nicht als Bremse gedacht, sondern als Schutzschild für die Rechte und Daten deiner Schülerinnen und Schüler. Dein Wissen und Handeln im Bereich KI und Datenschutz in der Schule ist entscheidend: Wähle bewusst datenschutzkonforme Tools (wie die über VIDIS oder eduCheck digital geprüften Angebote), sorge für Transparenz und bewahre dir die menschliche Aufsicht über KI-Entscheidungen, die das Leben deiner SuS betreffen.

Indem du diese Regeln beherzigst, verwandelst du die Komplexität des Datenschutzes in einen klaren Rahmen, der sichere und gerechte Innovation an deiner Schule ermöglicht. Sei der datenschutzbewusste Vorreiter in deinem Kollegium!


FAQ – Häufig gestellte Fragen zu KI und Datenschutz

Darf ich ChatGPT im Unterricht verwenden?

Die direkte Nutzung von ChatGPT (OpenAI) durch Schüler über die Website ist datenschutzrechtlich problematisch, da in der Regel US-Server verwendet werden und umfangreiche Metadaten erfasst werden. Besser sind datenschutzkonforme Alternativen wie schulKI oder fobizz, die speziell für den Bildungsbereich entwickelt wurden und EU-Server nutzen, um den Datenschutz in der Schule zu gewährleisten.

Benötige ich für jeden KI-Einsatz eine Einwilligung der Eltern?

Nein, nicht immer. Eine Einwilligung ist nur erforderlich, wenn:

  • Die KI-Nutzung nicht durch Schulgesetze gedeckt ist.
  • Personenbezogene Daten gespeichert und analysiert werden, die über das normale Maß hinausgehen.
  • Die Nutzung freiwillig und nicht verpflichtend ist.
  • Bei Unterrichtsmitteln, die über Schulaccounts und geprüfte Plattformen (wie VIDIS) genutzt werden, ist meist keine separate Einwilligung nötig.

Wie erkenne ich, ob ein KI-Tool DSGVO-konform ist?

Prüfe folgende Kriterien, um sicherzustellen, dass das Tool für den Einsatz von KI in der Schule geeignet ist:

  • Serverstandort in der EU/Deutschland.
  • Transparente Datenschutzerklärung in deutscher Sprache.
  • Möglichkeit zur anonymen oder pseudonymen Nutzung.
  • Keine dauerhafte Speicherung der eingegebenen Daten für das KI-Training.
  • Zertifizierung durch eduCheck digital oder Auflistung bei VIDIS.

Muss ich als Lehrkraft eine KI-Schulung absolvieren?

Ja, seit dem 2. Februar 2025 besteht eine Schulungspflicht für alle Personen, die beruflich mit KI-Systemen arbeiten. Dies umfasst auch dich, wenn du KI im Unterricht oder für die Unterrichtsvorbereitung nutzt. Deine Schule ist verpflichtet, entsprechende Fortbildungen anzubieten und die Teilnahme zu dokumentieren.

Darf KI bei der Notengebung eingesetzt werden?

Nur unter strengsten Auflagen. KI-gestützte Notengebung gilt als Hochrisiko-Anwendung nach dem AI Act und erfordert:

  • Systematische Risikobewertung und umfassende Dokumentation.
  • Menschliche Aufsicht und Überprüfung aller KI-Entscheidungen (Human Oversight).
  • Transparenz und die Möglichkeit zur Anfechtung und Korrektur durch SuS und Eltern.
  • Experten raten derzeit von automatisierter Notengebung ab, da die rechtlichen Hürden extrem hoch sind.

Wie kennzeichne ich KI-generierte Inhalte richtig?

Verwende eine einheitliche, transparente Kennzeichnung:

  • Kurze Beschreibung am Ende der Arbeit: „Unterstützung durch KI: ChatGPT wurde für die Ideenfindung und Textstrukturierung genutzt.“
  • Quellenangabe nach schulischem Zitierstil: „OpenAI’s ChatGPT, 2024“
  • Die Abgrenzung zwischen KI-generierten und eigenen Textpassagen muss deutlich erkennbar sein, damit die Bewertung fair bleibt.

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